WordPress betreibt nun 33% aller Websites #

Letzten März waren es noch 30%, heute wird ein Drittel aller mit einem Content Management System (CMS) betriebenen Websites mit WordPress betrieben. 33% für WordPress, wow!

Diese Zahl wird umso bedeutender, wenn man sich vor Augen hält, dass zwar 45% aller Websites ohne CMS betrieben werden, der nächste Konkurrent zu WordPress – es ist Joomla – allerdings mit einem Wert von 3% auf Platz 3 aufscheint! Google hat also nicht umsonst schon im Dezember 2017 begonnen, WordPress aktiv zu unterstützen.

Ein paar weitere CMS, die man eventuell kennt: Drupal 1,9% (Platz 4). Wix 1% (Platz 7). Typo3 (0,7%, Platz 11 – LOL, das nutzt noch wer?!). Medium, letzten März noch vorhanden, ist offenbar aus der Liste gefallen.

WordPress betreibt 30% aller Websites

#Fast die Hälfte (49,8%) aller Websites wird mit einem gängigen Content Management System (CMS) betrieben, 60,2% (!) davon mit WordPress. Anders formuliert: WordPress betreibt 30% aller Websites und ist somit mit Abstand das am meisten genutzte CMS des Planeten.

Platz 1: WordPress betreibt 30% aller Websites.
Platz 2: Joomla 3,1%. (Das ist ein Zehntel!)
Platz 3: Drupal 2,2%.
Platz 4: Magento 1,2%.
Platz 5: Shopify 1%.
Platz 6: Blogger 0,9%.
Platz 7: Squarespace 0,9%.
Platz 8: Typo3 0,7%.
Platz 9: Bitrix 0,7%. Ich habe noch nie von Bitrix gehört.
Platz 10: PrestaShop 0,6%.

Wix, das ist der Onlinebaukausten, der WordPress nervös macht (!), liegt auf Platz 11 mit einem Anteil von 0,5%. Medium, das ist der Publikationsservice, der WordPress noch viel nervöser macht, bei einem nicht mehr messbaren Anteil von weit unter 0,1% (dafür aber ist der Anteil der High-Traffic-Sites auf Medium enorm hoch!).

Jimdo, Contao, Craft CMS und Tumblr jeweils 0,1%. Plone, wenn, dann bei High-Traffic-Sites und, wenn ich mich recht erinnere, eine Zeit lang von Google eingesetzt, liegt bei weniger als 0,1% Anteil. (Google liebäugelt ja mittlerweile mit WordPress.) Movable Type und Ghost auch jeweils < 0,1%, ebenso wie Textpattern, das vor langer, langer zeit einmal aufstand, um sich mit WordPress anzulegen.

Wahlwerbende Parteien zum Thema Abtreibung #

Die Zeitschrift „Wienerin“ hat am 14.9.2017 einen Artikel von Jelena Gučanin veröffentlicht, in dem es um die (von ÖVP und FPÖ geforderte) Einführung einer Statistik über Abtreibungen und deren Motive ging. Dieser Artikel ist auf der Website der Zeitschrift zwar nicht mehr verfügbar, wie Johanna Jaufer aufgefallen ist, es gibt aber eine Kopie davon in der Wayback-Machine: Das sagen die Parteien zum Thema Abtreibung.

Und wie so häufig, wird auch bei Lektüre dieses Artikels klar, wie wichtig das Erschaffen eines gedanklichen Ausgangspunktes, also das Framing eines Themengebiets, ist. Ist der Ausgangspunkt einmal etabliert, so ist es im Nachhinein sehr schwierig, wenn nicht nahezu unmöglich, ihn infrage zu stellen, da sich jeder Einspruch gegen die darin abgebildete Definition eines Themas auf das grundsätzliche Einverständnis eben jener Definition selbst bezieht. Wenn also der Wunsch nach einer Abtreibung von diversen Akteuren nicht als „Wunsch nach Abtreibung“, sondern, wie im konkreten Fall, als „Schwangerschaftskonflikt“ im Kontext einer „familienfreundlichen Gesellschaft“ bezeichnet wird und einige Akteure die Einführung einer Statistik über die Gründe für eine Abtreibung fordern, dann…

zeigt die Forderung nach einer solchen Statistik bloß, dass sie keinem anderen Zweck dient, als Frauen und ihre Körper zu kontrollieren. Wenn also Parteien und deren Obmänner sich für ein solches Verzeichnis aussprechen, sagen sie damit in Wirklichkeit: „Liebe Frauen, eure Körper gehören euch nicht. Deshalb brauchen wir Informationen darüber, was ihr damit macht – um euch später vorzuschreiben, was ihr damit nicht mehr machen dürft.“ […] Konkret würde diese Statistik für Frauen, die abtreiben, bedeuten: sie müssen ihre Motive nennen, und sie müssen sich für ihre Entscheidung offiziell rechtfertigen. Und das sollten sie nicht müssen. Schon gar nicht im Jahr 2017.

Sicher, man könnte die Forderung nach solchen Statistiken nun beim Wort nehmen (wie dieses Wort aussieht, findet sich im oben verlinkten Artikel) und auf die medizinischen, psychologischen oder, ganz allgemein, wissenschaftlichen Erkenntnisse verweisen, die argumentativ als Begründung für dieses Verzeichnis diese Statistik angeführt werden, doch gerät man damit nicht nur direkt in die Falle, sie als solches grundsätzlich als Diskussionsgrundlage anzuerkennen, sondern akzeptiert damit auch noch etwas, das sich in den meisten Fällen als Deckmantel für gänzlich andere Interessen entpuppt, wie das Beispiel USA zeigt.

Interaktive Visualisierungen fundamentaler, statistischer Konzepte #

Diese interaktiven Visualisierungen fundamentaler, statistischer Konzepte sind wirklich gut gemacht.

Statistics is quickly becoming the most important and multi-disciplinary field of mathematics. […] Statistical literacy is essential to our data driven society. Yet, for all the increased importance and demand for statistical competence, the pedagogical approaches in statistics have barely changed. […] Seeing Theory visualizes the fundamental concepts covered in an introductory college statistics or Advanced Placement statistics class.

Auf Englisch klingt es natürlich viel lässiger: Seeing Theory.

Wir vor 200 Jahren und heute

Max Roser hat die hier abgebildeten 8 Diagramme als Antwort auf die Frage, ob es uns heute besser geht als vor 200 Jahren, zusammengefasst. Die Bevölkerung wird dabei auf 100 Personen reduziert, die Ergebnisse sind eindeutig: Es geht uns verdammt viel besser als vor 200 Jahren. Weiterlesen

TED Talks: Trau keiner Statistik

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Zwei Jahre Statistiken

Seit mittlerweile fast drei Jahren gibt es hier im Schnitt zwei Mal pro Woche neue Einträge und die Statistiken, die manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar, manchmal genauer, manchmal weniger genau andauernd mitlaufen, zeigen ein düsteres Bild. Weiterlesen