Facebook-Suche: Zeiten irrelevanter Information

Facebook steigt in den Markt der Suchmaschinen ein und wird damit zu einem weiteren Player neben Google, Bing und Yahoo. Im Gegensatz zur vollautomatisierten und auf Wertungsalgorithmen basierenden Suche der drei letztgenannten Services will Facebook die Relevanz einer Website aus der sozialen Interaktion im eigenen Netzwerk über das (selbst entwickelte) Open Graph-Protokoll bestimmen, vulgo: Je mehr Leute den „Gefällt mir“-Button einer Website anklicken, desto relevanter wird sie von Facebook eingestuft. Wir haben damit folgende Situation: Websites, die die für das Open Graph-Protokoll erforderlichen Tags in ihren Quellcode nicht einbauen, sind de facto von den Suchergebnissen der neuen Facebook-Suchmaschine ausgeschlossen. Der „Gefällt mir“-Button ist die einfachste Art, einem Inhalt Beifall zu schenken und wird sehr häufig bereits auf Basis der Überschrift ohne Kenntnis des Inhalts gesetzt. (Warum wohl sind die Facebook-, Twitter- und sonstige Buttons immer über den eigentlichen Inhalten zu finden?) Wenn aber nun häufig angeklickte „Gefällt mir“-Buttons das ausschlaggebende Kriterium für die Relevanz einer Website sind, dann können wir uns nur noch die Frage stellen: Wohin wird das führen?

Twitter verdient Geld

Nach 3 Jahren des Rätselns, ob Twitter jemals wird Gewinne erzielen können, scheint die Frage jetzt beantwortet zu sein. Man kann auch für das Sich-durchsuchen-lassen Geld verlangen. Marissa Mayer, Google;

We believe that our search results and user experience will greatly benefit from the inclusion of this up-to-the-minute data, and we look forward to having a product that showcases how tweets can make search better in the coming months.