Wenn endlich Freitag ist

Dieser von der Bild- und Tonqualität her fürchterliche Clip ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Memes. Er wird immer und immer wieder zitiert, modifiziert und verlängert, bleibt aber im Kern ein Lebensfreude vermittelndes Video, in dem Szenen verschiedener Personen, die sich beim Tanzen gehen lassen, halbwegs passend zu Tame Impalas „The less I know the better“ collagiert wurden.

There’s something about this melody and collage-videos usually featuring this song. They tend to present a kind of distant, nostalgic setting of non-context joy and happiness; people you’ll never see, dancing. People having lived and died long ago, dancing. Poor people, rich people, dancing. People dancing professionally, idiot-friends fooling around – I don’t know, but I’ve noticed this feeling – it’s certainly a unique amalgamation of sonic and visual art that appears to have a unique effect by itself.

dramaticpurple auf 9GAG

Die Perfektion liegt in der Imperfektion, das Geniale in seiner Beiläufigkeit! (Und bald ist dieser Mai vorbei!)

Tanzen. Ein Supercut aus 300 Filmen

https://vimeo.com/275826346

Irgendwer hat sich gedacht, die Tanzszenen aus 300 Filmen zu einem Supercut zusammenstellen zu müssen und voila, hier ist er! Das Ganze ist nett anzusehen, kommen doch in so kurzen Schnitten dermaßen viele, bekannte Filme vor, bei denen man ganz und gar nicht ans Tanzen denkt: Der Supercut beinhaltet Tanzszenen aus Deadpool, Forrest Gump, Dead Poets Society, Braveheart, Mulholland Drive, Star Wars, Lord of the Rings, Cabin in the Woords, Batman, American Beauty und vielen weiteren, insgesamt 300 (!) Filmen. – Ja, tanzen ist hier immerhin ein gültiges und mit einigen Beiträgen gefülltes Schlagwort.

La quadrille française – oder – Le quadrille français?

Es ist ja nicht allzu weit hergeholt, wenn ich kurz das übliche Themenfeld verlasse und mich ein wenig über Wiens Quadrille-, mehr aber noch über seine Tanzschul-Szene lustig mache. Für all diejenigen, die Wien noch nie im Ballrausch zwischen Ende November und Ende Februar erlebt haben, hier eine völlig abstrakte, weil aus dem Kontext gerissene, Darstellung einer Tour der Quadrille in Reinform. Weiterlesen

Neuinterpretation

Zuerst das:

Dann das noch:

http://www.youtube.com/watch?v=8-0J4SHJdvY

Und jetzt die Erkenntnis: Manch einer im Prater Dome würde alles für diese Lässigkeit geben.

Lateinformationsturnier

https://vimeo.com/1136776

Ich habe mich tatsächlich überreden lassen, als Zuschauer bei einem Lateinformationsturnier in Perchtoldsdorf teilzunehmen. Man sitzt auf einer Tribüne, wenn man Wert darauf legt, die Formationen von oben zu sehen (was Sinn macht!) oder gleich neben dem Parkett und quält sich stundenlang damit ab, irgendwelchen Teenagern dabei zuzusehen, wie sie möglichst uniform tanzen. Ab und zu passieren Fehler, wenn es sich dann auch noch um kleine Kinder handelt, deren Lehrerin zu eifrig war, dann endet das in Tränen und in Gelächter seitens des Publikums. Mit Tränen hat man aber oft auch selbst zu tun: Wenn der Zuschauersektor gleich daneben zu johlen und kreischen beginnt, weil die Anhängerschaft irgendeiner Formation in den Anjubelmodus übergeht, dann… meine Güte, wie können deren Stimmen nur so hoch sein?

15:00 Uhr: Beginn der Veranstaltung. Alle Formationen tanzen. Einige Veranstalter werden vorgestellt. Einer von ihnen, ein fetter Klops mit drei Toupets und einem silber/schwarz schräg-liniertem Sakko, ist angeblich der Organisator. Er verneigt sich hektisch, zieht dann aber wieder seine Runden.

18:30 Uhr: Jetzt sind wir einmal durch. Es wird entschieden, wer von den 8 Formationen ins Finale kommt. Insgesamt sind es 6. 6 von 8, die nochmal tanzen müssen. Nun meine Frage: Ist das nötig? Kann man nicht gleich die Punkte zusammenzählen und es gut sein lassen? Letztlich hat sich nicht viel an der Reihung geändert…

20:30 Uhr: Beginn der Finalrunde. Die wissenden Zuschauer kommen erst jetzt. Praktisch alle tanzen noch einmal. Die einen besser, die anderen schlechter, wieder welche katastrophal. Eine Standardtanz-Formation tritt auf: Langeweile pur.

22:45 Uhr: Die Wertungsrichter geben ihre Bewertungen ab. Niemand weiß, was diese Zahlen sollen, niemand weiß, warum plötzlich nicht mehr Teams, sondern Startnummern genannt werden. Eigentlich sollte jetzt alles klar sein, aber das ist es nicht.

23:20 Uhr: Man kommt auf die Idee, die Nummern mit Teams in Verbindung zu bringen. Jetzt weiß man, wer gewonnen hat. Übergabe geschmackloser Pokale. Weg hier.

Für die Zukunft und für all diejenigen, die einen Besuch bei so einem Turnier planen: Bitte! Überlegen Sie es sich gut. Es ist, selbst wenn man tanzbegeistert ist, langweilig. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: lang-weilig. Wenn Sie als Fan oder aus anderen Halbzwängen dahin müssen: Kommen Sie erst zum Finale! Wenn Sie 60er- und 70er-Mode nicht ausstehen können, vergessen Sie’s!

Bemitleidet

Auf dem Balkon, an der Bar und auf der Tanzfläche bewegen sich die Menschen zur Musik. Der ganze Raum bewegt sich; schwitzende Körper kleben aneinander, bewegen sich im Takt, lieben diese Musik. In einer Ecke, neben der Musiksammlung des DJs steht das blonde Mädel und blickt gleichgültig durch die Tanzenden hindurch. Weiterlesen