iOS 14.5 Tracking unterbinden, Werbung entpersonalisieren, Analysedaten verhindern

Diese 3 Einstellungen sollten iPhone-Besitzerinnen und Besitzer, die auf iOS 14.5 aktualisiert haben und ihre Endgeräte etwas datenschutzfreundlicher konfigurieren wollen, vornehmen. Tracking braucht niemand, Apple-Werbung ist – zumindest für mich – ohnehin immer irrelevant gewesen und meine Sprachaufzeichnungen (Siri-Kommandos) aufzuzeichnen und auszuwerten… das taugt mir auch nicht.

COVID-19, Tag 24: Entweder Locationtracking oder Quarantäne

Sonntag, 5. April 2020, Tag 24 der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Ab morgen, Montag, 6. April, ist das Tragen einer Mund- und Nasenschutzmaske in Supermärkten verpflichtend. Ich denke, dass das für viele die erste, tatsächlich den regulären Tagesablauf einschneidende Veränderung ist – und derer wird es, so mein Gefühl – in nächster Zeit ein paar mehr geben.

Trackt Google Chrome immer? Ja.

As a user, in the current state, it’s important to understand that no matter if you use a proxy, a VPN, or even Tor (with Google Chrome), Google (including DoubleClick) may be able to identify you using […] X-Client-Data. Do you want Google to be able to recognize you even if you are not logged-in to your account or behind a proxy? Personally, I am not comfortable with that, but each person has a different sensitivity with regards to privacy.

Thomas Claburn, The Register#

SPIEGEL pur: bezahlt wird immer

So, wie es auch der STANDARD schon seit geraumer Zeit anbietet, gibt es nun auch bei SPIEGEL ein pur-Abonnement. Dieses Abo beinhaltet das reguläre Angebot, man bezahlt aber dafür, keine Werbung zu sehen und nicht getrackt zu werden.

Track This#

Track This ist eine Website, die 100 Tabs im Browser öffnet, um Trackingfirmen mit widersprüchlichen Interessensgebieten zu füttern. Zur Auswahl stehen die Persönlichkeiten Hypebeast, Filthy Rich, Doomsday und Influencer. Wer also seinen Browser nicht datenschutzfreundlich konfiguriert hat, kann zumindest damit bei Trackern für Verwirrung sorgen.

YouTube-Tracking in WordPress verhindern

Jedes in WordPress (und anderen Systemen, die Embeds unterstützen) eingebettete YouTube-Video setzt Tracking Cookies. Man fügt eine YouTube-URL in den Editor ein und WordPress kümmert sich automatisch um die Einbettung des Videos. Eine YouTube-URL sieht so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=dQw4w9WgXcQ

Feedbin mit weniger Cross-Site-Tracking#

Der RSS-Aggregator Feedbin ist nun noch datenschutzfreundlicher: Eingebettete Medienobjekte werden nicht mehr per iFrame geladen, sondern durch ein eigens entwickeltes Modul ersetzt, das Cross-Site-Tracking verhindert.

Feedbin now replaces all iFrames with a custom new module. The new module still includes the poster frame from videos (where available) and will fetch the title and other metadata. Clicking on the module will swap in the original iFrame. For YouTube and Vimeo, clicking will also start playing the video.

So gehört’s gemacht. Und dazu auch ein Hinweis in eigener Sache: Ich habe vor etwa 2 Monaten auch ein Modul in Betrieb genommen, mit dem YouTube-Videos nicht direkt per iFrame geladen werden; auch hier wird die Verbindung zu YouTube erst hergestellt, wenn man aktiv auf die Play-Taste klickt. Selbst das Posterframe wird lokal gespeichert. (Wer uBlock Origin verwendet oder sich die Netzwerkverbindungen ansieht, der wird feststellen, dass beim ersten Aufruf zB dieses Trailers zu Awaken trotz eingebetteten YouTube-Videos keine Verbindung zu YouTube hergestellt wird. Ich nutzer dafür Frank Goossens YouTube Lyte.)

Anti-Tracking in Safari: gut, aber nicht gut genug#

Ich bin in einem Zwiespalt, was die Ankündigung der Anti-Trackingtechnologie in Apples Browser Safari angeht. Einerseits, super Sache:

Apple’s browser, Safari, will use a method called intelligent tracking prevention to prevent tracking by third parties—that is, sites that are rarely visited intentionally but are incorporated on many other sites for advertising purposes—that use cookies and other techniques to track us as we move through the web. Safari will use machine learning in the browser (which means the data never leaves your computer) to learn which cookies represent a tracking threat and disarm them.

Andererseits… gibt es da diesen Teilsatz, in dem Apple implizit zwischen akzeptablen und nicht-akzeptablen Trackern unterscheidet, wobei letztere definiert sind als Skripte von „sites that are rarely visited intentionally“. Genau diesen Aspekt sieht man bei The Verge als stillen Benefit für Facebook und Google.

As long as a cookie is associated with a website you’ve visited in the last 24 hours, Safari won’t change much […] That’s much less of a problem for Google and Facebook, which already dominate online ads. Most people visit Facebook or a Google service every day, and those users will never be too far outside the 24-hour window. Both services also work as a kind of permanent login, used to access sites like Twitter or WordPress without a separate password. As a result, most users stay logged in to Google and Facebook as long as they’re online. Combine that with omnipresent Like buttons, and you’ve got an easy way to see what people are doing on the web. And as long as you’re visiting Facebook once a day, Safari won’t get in the way of that tracking.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass diese Technologie vielen, die sich bis dato nicht mit dem Thema Tracking beschäftigt haben, helfen wird. Um mich weiterhin gegen Tracking der Großen zu schützen, bleibe ich aber bei der altbewährten erweiterten Anwendung von uBlock bzw. nutze mit Safari Better (by Ind.ie) oder 1Blocker.

Facebook trackt bald auch über den Like-Button

2011 hat Facebook noch behauptet, User außerhalb Facebooks nicht zu tracken (was natürlich schon damals nicht so war). Heute gibt Facebook den Datensammelcharakter seiner Like- und Share-Buttons ganz offen zu.

Millions of Facebook “Like” and “Share” buttons that publishers have added to their pages and mobile apps will start funneling data on people’s Web browsing habits into the company’s ad targeting systems.

Aufstieg und Fall des Adblockers Peace

Peace ist – eigentlich: war – eine App, die die neue Content-Blocker-Funktion unter iOS 9 nutzte, um auf Basis einer von Ghostery zur Verfügung gestellten Datenbank Werbung und Tracking-Skripte aus Websites zu filtern.

So funktioniert Onlinewerbung#

In 9/1000 einer Sekunde entscheidet sich bei jedem Seitenaufruf welche Werbung ein User zu sehen bekommt.

Say you load a YouTube video on your smartphone. An ad often pops up first. But before it does, there’s a tiny pause. And during that pause, “in nine-one thousandths of a second, there’s a mini bidding war that takes place to see who’s going to win that impression,” says Kenny Day, who runs political ad sales for Yahoo! and is a veteran of the ad tech business. Day is describing what’s known as real-time bidding. (…) But ad tech really took off when the power of buying and selling in a fraction of a second was combined with the mounds of data companies collect on consumers.

uBlock.