Schulen – bloß nicht wieder zurück in den Alltag! #

Gesche Joost warnt auf Zeit Online vor einer Rückkehr zum Schulunterricht wie bisher. Jahrzehnte (jahrhunderte?) alte Unterrichtsmethoden gehören endlich aufgebrochen und ins Jahr 2021 geholt!

Eine Rückkehr zum Vor-Corona-Zustand wäre kaum wünschenswert. […] In vielen Schulen wurde noch ganz klassisch mit Tafel, Kreide und Overheadprojektor gelehrt, der Unterricht lief frontal vor der ganzen Klasse ab. […] Jetzt haben wir die Chance, aus den Erfahrungen der Pandemie zu lernen und digitalen Unterricht in künftige Schulstunden zu integrieren […] Durch die Digitalisierung können auch moderne Lernkonzepte umgesetzt werden. Schüler*innen würden Inhalte dann selbstständig zu Hause lernen und die Zeit im Unterricht dafür nutzen, das Gelernte anzuwenden und zu diskutieren.

Bloß nicht zurück in die Normalität!, Gesche Joost

Ja, meine Güte, ja! Auch in Österreich!

Division durch Null erklärt

Multiplikation ist wiederholte Addition, Division wiederholte Subtraktion. Null kann unendlich oft subtrahiert werden und wir kommen noch immer zu keiner Lösung; das ist das Problem. – Und ich stelle abermals entsetzt fest, dass ich mir den Ausschnitt einer Mathematikstunde in meiner Freizeit angesehen habe und dass es mich interessiert hat, was hier vorgetragen wurde.


Wenn die Mathematikstunden während meiner Schulzeit so oder so ähnlich abgehalten worden wären, es hätte wohl zumindest irgendwie Spaß gemacht und motiviert, sich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Aber es war leider, vor allem im Fach Mathematik, ganz anders und die Motivation, mich damit näher zu beschäftigen, kam in mir trotz und nicht dank des Unterrichts auf.

Geht es beim Unterrichten ums Anleiten oder ums Selektieren? #

Theorien, die den Unterricht als vom Lehrer ausgehenden Wissenstransfer durch Anleitung ansehen, sind de facto irrelevant geworden. Umgekehrt jedoch scheint die quasi-emotionale Bindung zwischen Schüler und Lehrer der entscheidende Moment des Wissenstransfers zu sein, in dem der Schüler durch Selektion der vom Lehrer zur Verfügung gestellten Materialien und Aktivitäten lernt.

This is a theory of teaching that is based on the inter-subjective relationship between teacher and learner. This theory posits that teaching does not, as is commonly assumed, take place via instruction from teacher to students, but rather through a process of selection in the learner’s brain, stimulated by materials and activities utilized by the teacher. In this theory, the mechanism that drives the selection process in learners’ brains is co-regulated emotional signaling between teacher and learner. From this perspective, the power of formative assessment is that it intrinsically carries with it emotional aspects for both learner and teacher, in that it provides a feedback relationship between them both, and so […] promotes cognitive development.

Der gesamte Essay – nicht viel länger als der hier zitierte Ausschnitt – ist lesenswert.