PC-Support über die Feiertage

Hier die Schlägt-alles-Grafik von Daniel Stori für alle, die online arbeiten und über die Feiertage mit dem Problem konfrontiert sind, Support auf alten Rechnern leisten zu müssen. – Ich bin allerdings gespannt, wie lange diese Grafik noch gültig sein wird, denn die Zeiten von Windows XP sind definitiv vorbei, Drucker sind – zumindest in meinem Umfeld – eher mehr die Ausnahme als die Regel, und anstelle von Fragen zum PC, sofern es überhaupt noch einen gibt, benötigen die lieben Verwandten eigentlich nur noch Support mit der Konfiguration und diversen Einstellungen von Tablet und Smartphone.

Weihnachtsabend in Wien 1, Innere Stadt

Matthias war – unbeabsichtigt – am Weihnachtsabend in Wien unterwegs. Obwohl mich seine Bilder faszinieren (und ich allein der Tatsache, dass er wieder einmal einen Eintrag auf seiner Site gemacht hat, ein erleichtertes „endlich“ vorstellen muss!), erschrecken mich die Umstände ihres Entstehens. Irgendwann wird der Moment kommen, an dem er mit seinen Vorhaben eine Grenze überschreitet, die keinen Respekt vor der Arbeit mehr zulässt, sondern zu Ablehnung, Frustration und dem Wunsch führt, sich von den nicht anerkannten Leistungen endgültig zu verabschieden.

Obwohl es meistens genau diese Zwickmühle ist, die wie ein Katalysator für kreative Leistungen wirkt, steht außer Frage, dass der Betroffene darunter leidet. Und ich wünsche ihm hiermit trotzdem ruhige und frohe Weihnachtsfeiertage, doch zwingen mich die Umstände, das mit einem „Gute Besserung!“ zu tun.

Erholung. Tief einatmen!

Der Knick in der Statistik meiner Seite zeigt: Österreich feiert am 24. Dezember Weihnachten. Steiler Aufstieg der Besucheranzahl am 25. Und am 26. war alles wieder wie gehabt. Im Wald war ich nicht, stattdessen im Bett und krank.

Schon gar nicht merry

Weihnachten ist nicht froh, nicht fröhlich und schon gar nicht merry. Weihnachten ist ruhig, besinnlich und still. Weihnachten ist nicht aktiv, nicht der Christbaum, das Schmücken, das Mahl, das SMSen, das Herrichten, das Schenken und Beschenktwerden, der Kirchgang, das Besuchen der Eltern oder das Singen, das Fernsehen oder der einsame Gang zu Bett, Weihnachten ist Einsamkeit, Nachdenklichkeit und Passivität: der nächtliche Spaziergang am Stadtrand, das gemeinsame Essen mit den Seinen, das Lesen eines Buches, die Abgeschiedenheit des Miteinander, die gelebte Passivität der Fremde zu Hause.

Weihnachtsstimmung irgendwer?

Ist schon jemand in Weihnachtsstimmung, liebe Leser? Irgendwer einen Weihnachtsbaum? Eben. Wozu auch. Weihnachten ist passé.

Wir brauchen unsere Wohnungen und Häuser nicht aufzuheizen, um ein einziges Mal im Jahr wohlige Wärme zu empfinden, wir brauchen nicht in die Stadt zu wandern, um exotische Früchte kaufen zu können, wir brauchen nicht das Gericht zu kochen, das die meisten Ressourcen verbraucht, wir brauchen nicht den Geruch von Weihrauch und anderen Gewürzen einzuatmen, denn wir können uns diese Gerüche an jeder Ecke kaufen, wir brauchen keine Lieder zu singen, denn singen können wir ja alle nicht mehr, wir brauchen keine Beutel füllen, denn verpackt sind die Geschenke ja eh doppelt, wir brauchen die Familie nicht versammelt, denn sie ist sowieso immer da, wir brauchen uns nicht auf Gekochtes freuen, denn für uns wird täglich gekocht, wir brauchen uns die Einfachheit der Sprache nicht anzutun und irgendwelche Weihnachtswünsche auszusprechen, denn Autoren formulieren uns sowieso vor, was zu sagen ist, sie lassen uns etwas denken, das wir nicht sagen können, wir brauchen keine Instrumente, denn die CD ist interessanter, wir brauchen nichts Einfaches, denn das Schwierige ist en vogue, wir brauchen keine Umarmungen, denn die gibt es erst am Totenbett, wenn wir nicht geschäftlich unterwegs sind, wir brauchen keine Gewürze, denn wir kommen nicht an sie ran.

Walters zweiter Weihnachtstag

An diesem Tag (dem zweiten Weihnachtsfeiertag) mußte Walter erkennen, daß sein Leben zum Stillstand gekommen war. Eis. Seit drei Stunden regnete es Eis. Die wenigen Passanten draußen vor dem Fenster schlitterten über die gefrorenen Gehsteige.

Der intellektuelle Prolet 9

Ein Tag vor Weihnachten. Halb elf vormittags. Katerstimmung. Vor vier Stunden bin ich in Schlangenlinien nach Hause gekommen. Der Mantel liegt vor dem Bett, neben dem vorsorglich bereitgestellten Kotzkübel.

Stille Nacht, heilige Nacht…

Der pausbäckige Weihnachtsengel grüßt aus dem Fenster des Nachbarhauses.