Magdalena krank in Xinjiang

Gegen Ende der Tour in Xinjiang mit meiner Reisebegleitung Magdalena, wir waren zu diesem Zeitpunkt in Turpan, wurde sie plötzlich und für uns beide aus heiterem Himmel wirkend krank. Noch in der Früh war alles in bester Ordnung, zu Mittag schon war ihr richtig schlecht und den Abend verbrachte sie nur mehr im Bett.

Gravitation: ignoriert!

Gravitationslosigkeit

Der Aufbruch von Kashgar zum hochgelegenen Karakul See gestaltete sich anders als geplant, denn wir waren nicht allein unterwegs, sondern wurden mit einem Deutschen, einem Engländer und einem Franzosen gemeinsam in den Jeep verfrachtet und dann erst hochchauffiert. Immerhin das. Glücklicher Weise wurde uns sogar vom Fahrer selbst angeboten, dass er immer dann stehen bleibt, wenn wir Fotos machen wollen, was auch mehrmals geschah.

Es machte sowohl dem Franzosen, als auch dem Deutschen und dem Engländer Spaß, diese Fotos zu machen. Da wurde einzeln gesprungen, in Gruppen, doch irgendwie hat es nicht und nicht hingehaut, dass endlich einmal eines der Bilder was wird. Bis zu diesem Foto, das auch das einzige bleiben sollte…#

Lange Zeiten

Eine Reise nach Xinjiang bedeutet eine Reise in ein Stück Erde, das man als Europäer einfach nicht kennen kann. Man weiß nichts darüber, weil es kaum in den Medien erwähnt wird, man kann sich keine genauen Vorstellungen machen und diejenigen, die man sich macht, werden bei weitem übertroffen oder sind total falsch.

Xinjiang ist ein wildes Land, voller Wüsten, Naturwunder, noch im ursprünglichen Wortsinn einzigartiger Menschen, nicht enden wollender Landschaften, die so langsam ihre Ausprägungen von Wüste zu Gebirge, von Gebirge zu See und von See zu Wald ändern, dass es dem Auge schwerfällt, hier Grenzen zu entdecken. Xinjiang ist eine Reise wert, eine mühevolle, langsame, nicht organisierte. Planen ist hier unpässlich, Organisation bringt die Natürlichkeit ins Schwanken und lässt keine Zeit, sich hier zur Genüge umzusehen.

Sicherlich kann man Xinjiang besichtigen, wie man Paris, Peking oder Prag besichtigt, mit dem Plan in der Hand, von einem Ort zum nächsten, doch eben wie es auch bei den drei Städten das Ganze ist, das zählt (denn was wäre Paris, würde man sich nicht darin verlaufen, was wäre Peking, würde man nicht in einem Hinterhof landen und was wäre Prag ohne auskunftgebende Einwohner, die einen in den nächsten Gasthof zerren?), so ist auch die Provinz Xinjiang nicht geplant zu bereisen. Aber eben eine Stufe weiter.

Anreise nach Urumqi (auszusprechen wie „Ürümtschi“), dort entschließen, mit dem Zug nach Kashgar zu fahren, dort einen See nahe der Grenze irgendwo im Gebirge mit einem Deutschen, einem Franzosen und einem Engländer besuchen, danach nach Turpan (sprich „Turfan“) fahren und so weiter und so fort… All das, ohne vor der Ankunft in Urumqi je in den Plan gesehen zu haben. Das ist Xinjiang, das ist Reisen, das müde macht!

Ankunft in Urumqi

Etwa fünf Stunden nach Abflug aus Shanghai, erreichten wir Urumqi in Xinjiang/China. Dort lässt man sich reiche Ausländer natürlich nicht entgehen und prompt sind wir in eine Falle getappt, an die wir hätte denken sollen: Wir stiegen in ein Taxi ein, fuhren los und erst nach der Hälfte des Weges fiel mir auf, dass der Fahrer das Taxameter nicht eingeschaltet hatte.

Wuyi Nachtmarkt in Urumqi

Wuyi Nachtmarkt

Urlaub in China. Kaum in Urumqi angekommen und das Hotel bezogen, ging es schon daran, die Tickets für die Fahrt nach Kashgar zu kaufen und gleich danach, dem Wuyi Nachtmarkt einen Besuch abzustatten, denn hier gab es, und zwar nur hier in der näheren Umgebung, etwas zu essen.