Komm mir nicht mit Privatsphäre

Leider viel zu oft schon genauso erlebt.

Das Privacy-Paradox beschreibt die Beobachtung, dass in allen Umfragen und persönlichen Gesprächen der Schutz der Privatsphäre als extrem wichtig angegeben wird. Gleichzeitig aber führt das nur in seltensten Fällen dazu, dass Menschen auch nur das Geringste dafür tun. […] In einer Studie der Humboldt Universität wurden zwei fiktive Online-Shops erstellt. Einer verlangte weniger intime Daten von den Kunden, dafür waren die DVDs dort einen Euro teurer als bei dem zweiten Shop, der sehr viel mehr über seine Kunden wissen wollte. Fast alle Kunden wählten den billigeren Shop. Selbst wenn die Preise bei beiden gleich hoch waren, wählten nur die Hälfte der Versuchspersonen die datenschutzfreundliche Variante. Die Kosten der Privatsphäre – also das, was Leute bereit sind, für ihre Privatsphäre zurückzustellen – liegen bei Null Euro. Sie sind nicht nachweisbar.

Der Artikel ist mehr als lesenswert für alle, die zustimmend nicken während sie WhatsApp-Nachrichten empfangen, Facebook verwenden oder sich bis heute nicht von Gmail verabschieden können, weil die Services ja gut funktionieren und ach so bequem sind.