21 Jahre lang hat Google seine Startseite schlicht und auf das wesentlichste Element – die Suchleiste – reduziert gehalten. Nun soll diese Seite um Nachrichtenkarten ergänzt werden, die, ähnlich wie der Facebook-Newsfeed, automatisiert die für einen Benutzer „besten“ Angebote und Events anzeigen werden.

You’ll see cards with things like sports highlights, top news, engaging videos, new music, stories to read and more. And now, your feed will not only be based on your interactions with Google, but also factor in what’s trending in your area and around the world. […] Users will also be able to follow topics straight from search results for things such as sports, movies, music and celebrities, showing updates on those topics in the feed.

Natürlich ist der Ankündigungsartikel von Google voll mit Keywords zu und Hinweisen auf Machine Learning, Künstliche Intelligenz, hyper-personalisierte Ergebnisse und all die anderen Buzzwords, die gegenwärtig als wertsteigernd angesehen werden. Nimmt man die Technologien hinter den Buzzwords ernst und endet dann mit einem Ergebnis wie eben „sports highlights, top news, engaging videos, new music, stories to read and more“, dann ist das so schlecht und dermaßen langweilig, dass es weh tut.

AWAKEN ist ein Dokumentarfilm von Tom Lowe über das Verhältnis der Menschheit zu Technologie und Natur. Weder über den Film noch über Tom Lowe weiß ich irgendwas, vielleicht hilft ja die Website awaken.film. Der Trailer ist allerdings an imposanten Bildern kaum zu überbieten. Das letzte Mal, dass mir der Mund beim Ansehen eines Trailers offengeblieben ist, war vor 9 Jahren beim Trailer zu Earth.

Netzkultur unter ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu stellen, scheint aussichtslos zu sein.

Tumblr is among the most important sites online — a central hub of what is nebulously known as “internet culture.” Most recently, the site gave us Dat Boi, the unicycling frog, but Tumblr’s most famous legacy is probably the reaction GIF, which was popularized by Tumblr accounts like What Should We Call Me. Tumblr’s reblog structure, which created lengthy, publicly shared conversations between strangers, also helped popularize the concept of the Discourse, the internetwide conversation happening all at once. It is also the primary meeting place for fandoms of shows like Doctor Who and Supernatural, and films like the Marvel movies — some of the most aggressive fandoms are cultivated on Tumblr.

Auch andere Sites, die Netzkultur fördern, darunter Twitter, (ehemals) Vine, Reddit, 4chan und sogar YouTube, kämpfen damit, nachhaltig kostendeckend (oder sogar profitabel) zu werden. Denn Kultur, ob auch in Form von Netzkultur, ist kein wertloser, die Werbung begleitender Content, sondern eine (kreative) Leistung – die aber keinen Wert darzustellen scheint, um den herum man ein nachhaltiges Geschäftsmodell bauen könnte. Ist doch das Schaffen von Werten online im Vergleich zum Extrahieren von Daten wertlos:

Tumblr and Vine and the like never had data-mining operations as sophisticated as, say, Facebook. That’s why most of the advertising money in the industry has drained toward Facebook, which has 2 billion users, mounds of data, and can better assure advertisers of content cleanliness. […] And by selling ads against people’s identities, rather than their creative content, the company has churned out impressive profits, and given a wider impression that an ad-supported content platform is viable.

Unter einem ähnlichen Problem leidet gegenwärtig ja auch Medium.

Bislang konnte man die Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Login bei Backblaze nur über SMS durchführen. Nun hat Backblaze die 2FA mittels Applikation ermöglicht.

All Backblaze backups occur over HTTPS, are encrypted, and we even have private encryption key functionality available for those who wish to add another layer of protection. In 2015, we added two-factor verification (“2FV”) via SMS to our service, which allowed customers to use a mobile device to verify that they were indeed the ones accessing their Backblaze accounts. Today we are announcing our latest step in helping customers protect their Backblaze accounts – two factor verification via authenticator applications like Google Authenticator and Authy. To enable that, we now support the “ToTP” protocol.

Endlich.

Backblaze ist übrigens Teil meiner Strategie für sichere Backups unter Mac OS X.

Natürlich bezieht sich der verlinkte Artikel auf eine Ortschaft in den USA. Und natürlich sind dort alle verschuldet und natürlich vermieten sie ihre Häuser alle nur freiwillig an Unbekannte über diverse Dienste wie Airbnb, VRBO oder HomeAway, damit Touristen „die Stadt wie ein Einheimischer“ erleben können. Sofern es halt nicht ganz anders ist und Mieter von ihren Vermietern aufgefordert werden, ihre Wohnungen und Häuser zu räumen, damit Platz für Kurzzeitmieten geschaffen werden kann.

Not long ago, Barker stopped by the property-management company that oversees his rental to talk about a water heater on the fritz. “The manager said, ‘I know you have kids, but the owners are thinking about turning your place into a VRBO. You should probably start looking.’”

Doch was bleibt übrig, wenn eine Ortschaft ihren Charakter verliert und zu einem Disneyland für Touristen mutiert, in dem gar nichts mehr dem entspricht, was man einheimisch nennen könnte? Was, wenn aus Nachbarschaften Siedlungen für Feriennappartements und aus Wohnvierteln Kulissen werden? Langweilig und charakterlos wird es, doch was tun?

not only are short-term rentals squeezing the last drops out of the housing supply, but more pro foundly, they are threatening the very character that drew in locals—and tourists. […] “Live like a local.” But what happens when locals can’t afford to live like locals?

Selbst die Politik steht hierbei vor einem Problem. Denn diejenigen, die übriggeblieben sind, können sich ihre Liegenschaften deshalb leisten, weil sie andere Liegenschaften zu Short-Term-Residentials (STR) umgewandelt haben und aus den Einnahmen das für den Verbleib nötige Kapital extrahieren können.

For every person that I met who worried about what STRs might do to their block, I encountered someone else who relied on earnings from their own STR to stay on that block. For every defense of one’s private-property rights, I heard a counter-defense to not have one’s private-property rights infringed upon by a de facto hotel setting up shop next door. […] The complications […] began with the fact that the town’s mayor was not present. He (along with another council member) had recused himself because he has rented his home out as an STR. […] “What’s tricky here is that the commercial activity people are engaging in is letting people sleep there—and it’s really similar to what you do when you own the property as a resident. If I was running a nightclub or selling power tools, it’s easier to spot.”

Trist ist das.

Evgeny Morozov hält die Milliardenstrafe der EU-Kommission für Google für in Ordnung, weist aber daraufhin, dass sie keine nachhaltige, längerfristige oder richtungsweisende Lösung ist. Google, eigentlich der Mutterkonzern Alphabet, macht sich nämlich schon längst auf, die aus der Datensammlung der letzten Jahre gewonnenen Erkenntnisse zu Geld zu machen.

Auch wenn Alphabet noch immer sehr viel Geld mit dem Verkauf von Anzeigen bei Google-Suchergebnissen verdient, konzentriert man sich inzwischen eher auf lukrative Geschäfte mit den bereits gesammelten Daten, die verarbeitet und in künstliche Intelligenz (KI) verwandelt werden sollen. […] mit diesen Daten [kann Alphabet] Dienste konstruieren, meist auf Basis von KI, die sie an Regierungen oder Unternehmen verkaufen können. Hier kommt es vor allem auf die Quantität an: Je mehr Daten Alphabet hat, je mehr man damit neue Produkte schaffen kann, desto weiter wird das Unternehmen auch im Wettbewerb sein, wenn es darum geht, Cyberattacken zu erkennen, Krebs zu heilen oder das Altern zu verlangsamen. Alphabet, ausgerüstet mit fortgeschrittenen, datenintensiven Produkten, kann solche Anwendungen verkaufen wie jedes andere Unternehmen auch. Die New Economy mit ihrem Gratisversprechen wäre dahin.

…und wenn Steuerzahler in Zukunft Lizenzkosten für die Nutzung einer mit ihren Daten trainierten KI berappen werden müssen, dann, ja erst dann wird ihnen klar werden, wieviel ihre Daten damals wert waren.

uBlock Origin, der Content-, Skript- und Werbeblocker meiner Wahl, hat in einem der letzten Updates in Google Chrome eine Tastenkombination hinzugefügt, die für Mac-User unglücklich gewählt war: Die Tastenkombination ALT+L, die am Mac für gewöhnlich die Ausgabe des @-Symbols bewirkt, wurde mit der Anzeige der uBlock-Protokollseite für Netzwerkanfragen belegt.

Gut, dass man die Belegung dieser Tastenkombination leicht aufheben kann!

  1. chrome://extensions/ aufrufen.
  2. Ganz hinunter scrollen und auf „Tastenkombinationen“ klicken.
  3. Im Modalfenster die Tastenkombination wieder freigeben.

Ich habe alle uBlock-Tastenkombinationen gelöscht, und das ist auch der Auslieferungszustand von uBlock Origin.

Nichts zu danken.

Mittlerweile sollte jeder Leserin und jedem Leser dieser Site klar sein, dass ich vom Soundtrack zu Game of Thrones begeistert bin. Auch wenn ich diese Smooth Jazz-Version des Intro-Themes nicht ganz gelungen finde – sie ist ein bissl fad -, so ist sie dennoch angenehme Hintergrundmusik zu fast jeder Tätigkeit, der man in den nächsten 5 Minuten und 22 Sekunden nachgehen will.

In diesem Video wird anhand der Sortierung einer Buchlieferung von 1.280 Büchern an eine Bibliothek dargestellt, wie die 3 Sortieralgorithmen Bubble Sort, Insertion Sort und Quick Sort funktionieren. Die Aufgabe: Der Bibliothekar soll 1.280 Bücher so rasch als möglich alphabetisch sortieren.

Im ersten Verfahren wird jedes Buch mit seinem Nachbarn auf der linken Seite verglichen. Ist das rechte Buch im Alphabet früher angesiedelt als das linke, werden deren Plätze vertauscht. Der Prozess wird solange wiederholt, bis es kein Buch mehr gibt, zu dessen Linken sich ein im Alphabet nachgestelltes Buch befindet. Diese Form der Sortierung wird „Bubble Sort“ genannt und benötigt für alle 1.280 Bücher 818.560 Vergleiche. Bubble Sort ist einfach, aber enorm Zeitaufwändig, weil fast alle Bücher mit fast allen anderen verglichen werden.

Das zweite Verfahren – Insertion Sort – beginnt zwar gleich wie das Bubble Sort-Verfahren, doch wird der Vergleich nach links hin fortgesetzt. Wenn das Buch an Position 5 im Alphabet dem Buch an der Position 4 im Alphabet vorangestellt ist, so werden die Positionen der beiden vertauscht. Hier hört der Vergleich aber nicht auf, denn das Buch wird auch gleich mit den Büchern auf den Positionen 1-3 vergleichen und auch gleich korrekt einsortiert. Dieses Verfahren reduziert die Anzahl der Vergleiche um die Hälfte, also auf 409.280.

Die dritte und effizienteste Methode ist das QuickSort-Verfahren. Hierbei wird irgendein Buch aus der Mitte ausgewählt. Von diesem Buch ausgehend, werden alle im Alphabet nachgestellten Titel rechts von dem Buch angeordnet, die im Alphabet vorangestellten links davon. Die zwei nun entstandenen Blöcke werden abermals jeweils halbiert und innerhalb der beiden Hälften wird ebenso nach im Alphabet vorangestellt oder nachgestellt sortiert. Die QuickSort-Methode ermöglicht es, die direkten Vergleiche auf ein Minimum zu reduzieren, weil große Gruppen von Büchern auf einmal miteinander verglichen werden. Mit dieser Methode wird die Anzahl der Vergleiche auf 11.776 reduziert. Das sind etwa eineinhalb Prozent der Menge des Bubble Sort-Verfahrens!

David Lewandowski, der die Screens, User Interfaces und visuellen Effekte in Oblivion und TRON: Legacy gestaltet hat, ist der Künstler, der auch für die bizarren Videos verantwortlich ist, in denen sich schaurige CGI-Menschen wild herumwirbelnd von A nach B bewegen.

Time for Sushi ist der dritte Teil einer Reihe von Kurzfilmen. In Going to the Store (2011) versucht die schaurige CGI-Figur in ein Geschäft zu kommen. In Late for Meeting (2013) verlässt sie das Geschäft und fliegt am Ende, von ein paar Luftballons getragen, in den Himmel davon. Im dritten Teil, Time for Sushi (2017), ist die Figur nicht mehr alleine unterwegs, sondern wird von hunderten weiteren begleitet. Sie kehren vom Himmel auf die Erde zurück (per Luftballon, natürlich) und durchqueren die Stadt auf dem Weg ins Meer, wo sie sich ruhig von der Strömung ins Off treiben lassen.

Es lohnt sich, in der gesamten Serie den Einsatz der Soundeffekte und der nervtötenden Musik zu beachten.

Wir sind uns alle einig, dass der Soundtrack zu Game of Thrones, vor allem das Intro, einer der besten Aspekte der Serie ist. Der Komponist hinter dem Score der Serie, Ramin Djawadi, erklärt in diesem kurzen Video seinen Zugang und macht an einem Beispiel klar, wie präzise sein Einsatz von Instrumenten auf den Handlungsverlauf der Serie abgestimmt ist. Und nein, bis zu der Folge, um die es im Video geht, wird das Klavier kein einziges Mal im Soundtrack der Serie eingesetzt.

derstandard.at arbeitet daran, seine Startseite auf den jeweils individuellen Nutzer angepasst anzuzeigen. Man wird also zu lesen bekommen, was man lesen will.

In einigen Jahren dürfte die Startseite von DerStandard.at […] bei jedem Nutzer anders aussehen. “Die Kunst dabei wird sein, keine Filterbubbles entstehen zu lassen, aber trotzdem auf individuelle Bedürfnisse einzugehen”, erzählt Mitteräcker. Algorithmen, so wie sie Facebook ganz prominent nutzt, seien auch im Journalismus die Zukunft. “Wir müssen uns damit auseinandersetzen, wie wir dem User das bieten können, was ihn interessiert. Es ist nicht die Frage, ob wir einen Algorithmus machen, sondern wie wir es machen.” Die Rolle der Redakteure wird sich dadurch ändern. Sie geben dann nur Relevanz und Aktualität an, den Rest macht das Programm auf Basis des individuellen Nutzerverhaltens.

Ich bin skeptisch, denn eine ausschließlich algorithmisch aufgebaute Startseite führt dazu, dass sich das Weltbild der Leserinnen und Leser stetig leicht verändert oder, in den Augen des Algorithmus, präzisiert, was naturgemäß dazu führt, dass sich auch die Startseite besser anpasst und die Auswahl der angezeigten Artikel ändert… und so weiter, und so fort. Wie vieler solcher Iterationen wird es bedürfen, bis die Nutzer in ihren jeweiligen Filterblasen gefangen sein werden?

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