Ciao Espresso

Gaggia Espressomaschine

Heute. Morgen. Der erste selbstgemachte Espresso. Perfekte Crema, perfekte Durchlaufzeit, perfekte Temperatur. Und dass man mit der Stoppuhr dasteht und die Heißwassertemperatur mit dem Thermometer misst, ist Hingabe zum Getränk. Die Zubereitung erfolgt hier mit Liebe und jegliches Argumentieren in Richtung Schnelligkeit oder Herumgepatze ist lächerlich, denn wer die Bedienungsanleitung liest, patzt nicht und braucht auch nicht lange, um seine Maschine zu warten.

Ich bin von meiner Espressomaschine begeistert. Sie ist gar nicht so groß wie befürchtet, überhaupt nicht laut und der Stromverbrauch hält sich ebenfalls in Grenzen. Und obendrein ist sie auch unterhaltsam, denn das Handbuch ist voller Seitenhiebe auf die verschiedensten Kaffee-Verbrechen, die sich in Kaffeehäusern abspielen, beispielsweise:

Un buon caffè preparato seguendo la giusta procedura avrà la tipica „crema“ marrone. In caso contrario consultare „In caso di malfunzionamento“…

(Aus der Gebrauchsanweisung meiner Espressomaschine.)

Und in welchem Kaffeehaus in Wien, frage ich die werte Leserschaft, kann man sich denn auf eine perfekte Crema verlassen? Eben! Und dabei ist es gar nicht so schwer. Mit der Maschine und ein wenig Übung wird der Espresso so richtig gut: er schmeckt gut, er hat eine wunderbar natürliche Crema, das Getränk tut gut und was, liebe Leserschaft, will man als Kaffeetrinker mehr?

Ich habe heute einen Lavazza ausprobiert und ein Illy liegt fürs nächste Mal schon bereit. Man wird ja, fängt man mit dem Kaffeetrinken in dieser Form an, sofort wieder zum Anfänger, denn spielte beim Nespresso lediglich die Wasserqualität eine Rolle, so hat man es bei diesen Maschinen plötzlich mit einer Trias aus Wasserqualität, Kaffeesorte und den Eigenheiten der Maschine zu tun – ganz zu schweigen von Durchlaufzeit, Temperatur, Druck, Röstung, etc., aber das würde hier zu weit führen.