Was Automatisierung für die Arbeit bedeutet

Ö1 hat die Podiumsdikussion anlässlich der Präsentation Matthias Beckers Buch „Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?“ in Digital.Leben übertragen. In der Diskussion kamen Fragen auf, wie „Wie kann man mit Arbeitsformen umgehen, die durch die Digitalisierung erst geschaffen wurden, zum Beispiel wie auf der Plattform Uber?“, „Wie steht es da mit Ausbeutung und Überwachung?“. Und „Was kann man tun, um Teil der Lösung und nicht Teil des Problems zu sein?“

Besonders zur letzten Frage hat die Historikerin Andrea Komlosy die Unwirksamkeit des „kleinen, persönlichen“ Tuns betont und auf die Notwendigkeit der Politisierung hingewiesen:

Jeder glaubt ja, er oder sie trägt irgendwie mit der kleinen, persönlichen Lebensführung […] ein wenig zur Rettung der Welt bei, aber ich glaube […], dass eine Repolitisierung stattfinden muss. Wir beobachten meiner Meinung nach das Ende der Massenparteien, das mit dem Ende der industriellen Massenproduktion in der Fabrik einhergeht; und das ist das Ende der bürgerlichen Politik. Der Sozialdemokratie geht das politische Subjekt, nämlich die Arbeit der Arbeiter, verloren, und auch die Christlich-Sozialen wissen […] nicht mehr, welchem Bund sie noch nachweinen sollen. Es geht darum, eine Repolitisierung zu betreiben, weil nur so kann man die Bedingungen für die Ausgestaltung der Technik überhaupt vorantreiben.

Oder im Klartext: Auf Uber verzichten bringt, zumindest aus dieser Sicht, nichts.