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Zweieinhalb Jahre OnlyFans

OnlyFans statt Arbeit, Reichtum und Wohlstand, ein glückliches Leben, Slavoj Žižek und Kung Fu Panda in einem Blogbeitrag? Auch nicht schlecht.

Lost: Ungut, äußerst ungut

Ein neues Buch zeigt auf, in was für einem toxischen Umfeld praktisch alle an der Fernsehserie Lost Beteiligten gearbeitet haben. Das ist ungut, äußerst ungut.

20 Jahre justintadlock.com 👨‍💻👨‍🌾

Justin Tadlock feiert sein 20-jähriges Blog-Jubiläum. Nur von Bloggen und dem Leben online erfährt man wenig, stattdessen ist das ein Resümee über die Vorteile des Lebens als Farmer. Das ist jetzt übertrieben dargestellt, aber man könnte es so lesen.

Japans Arbeitsgeschichte als Pixel Art

Wo, wenn nicht beim Zwentner, findet man japanische Arbeitsgeschichte als Pixel Art-Video? Und wie passend, dass dieses Video bis in die Coronapandemie hinein reicht! Ich zitiere ihn einfach auch gleich:…

Keine Grippe während der Pandemie

Das ist beeindruckend: Während der Pandemie wurden kaum Grippefälle gemeldet. Die Präventionsmaßnahmen gegen das viel ansteckendere Coronavirus haben die Grippe in diesem Jahr de facto ausgeschaltet. Since the novel coronavirus…

Working Day

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Reaktionszeit von 3 Stunden. Am Sonntag..

Es gibt einen Unterschied zwischen Menschen, die in ihrem Job aufgehen und solchen, die den Vorstellungen, wie sie hier beschrieben werden, entsprechen. Zweiteren ist, vor allem, wenn sie auch noch stolz darauf sind, nicht zu helfen. Aber wenn die Chefin solche Aussagen trifft...

Any young person should, at some point, take a job that makes them uncomfortable and that they feel unqualified for. It’s really great to feel uncomfortable, and you change so much as a person from that. I also say that work ethic matters more than most anything.

Interview mit Erika Nardini, NY Times

...und somit aus Angst den Motivator zur Leistung ableitet, dann, ja, "nicht zu helfen".


Man muss sich diese Aussagen und Vorstellungen - das Wort "Philosophie" vermeide ich, denn jemand, der Human Resources nach Belieben austauschen kann und somit über die Folgen seines Handelns nicht nachdenken muss, hat in einer Disziplin, die das Denken liebt, nichts verloren - einmal auf der Zunge zergehen lassen. Solche Vorstellungen sind ausschließlich durch die Verfügbarkeit eines schier unendlichen Pools an Arbeitskräften legitimiert und durch sonst nichts.

Zu Tode schuften macht stolz.

Jia Tolentino hat ein ihrer Meinung nach US-amerikanisches Spezifikum gefunden, das für eine völlig irre Wahrnehmung des Verhältnisses von Leben und Arbeit verantwortlich zu sein scheint. Als Aufhänger dient ihr die Geschichte der Hochschwangeren, die für Lyft Taxi fährt und noch am Weg ins Krankenhaus einen Fahrgast mitgenommen hat.
It does require a fairly dystopian strain of doublethink for a company to celebrate how hard and how constantly its employees must work to make a living, given that these companies are themselves setting the terms. And yet this type of faux-inspirational tale has been appearing more lately, both in corporate advertising and in the news. […] At the root of this is the American obsession with self-reliance, which makes it more acceptable to applaud an individual for working himself to death than to argue that an individual working himself to death is evidence of a flawed economic system. The contrast between the gig economy’s rhetoric (everyone is always connecting, having fun, and killing it!) and the conditions that allow it to exist (a lack of dependable employment that pays a living wage) makes this kink in our thinking especially clear.
Wer sich rühmt (und womöglich auch noch so blöd ist, wirklich an diesen "Ruhm" zu glauben), in einem "Startup" zu arbeiten, sollte das Zitat einfach so lange lesen, bis es irgendwo zu klingeln beginnt.

Du verkaufst mir Machine Learning?

Ich habe vor einigen Tagen einen Newsletter bekommen, in dem eine Firma ihre automatisierte Texterkennung anpreist, die nun – dank Machine Learning – „mit jedem Dokument besser“ wird. Die automatisierte…

Was Automatisierung für die Arbeit bedeutet.

Ö1 hat die Podiumsdikussion anlässlich der Präsentation Matthias Beckers Buch "Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?" in Digital.Leben übertragen. In der Diskussion kamen Fragen auf, wie "Wie kann man mit Arbeitsformen umgehen, die durch die Digitalisierung erst geschaffen wurden, zum Beispiel wie auf der Plattform Uber?", "Wie steht es da mit Ausbeutung und Überwachung?". Und "Was kann man tun, um Teil der Lösung und nicht Teil des Problems zu sein?" Besonders zur letzten Frage hat die Historikerin Andrea Komlosy die Unwirksamkeit des "kleinen, persönlichen" Tuns betont und auf die Notwendigkeit der Politisierung hingewiesen:
Jeder glaubt ja, er oder sie trägt irgendwie mit der kleinen, persönlichen Lebensführung […] ein wenig zur Rettung der Welt bei, aber ich glaube […], dass eine Repolitisierung stattfinden muss. Wir beobachten meiner Meinung nach das Ende der Massenparteien, das mit dem Ende der industriellen Massenproduktion in der Fabrik einhergeht; und das ist das Ende der bürgerlichen Politik. Der Sozialdemokratie geht das politische Subjekt, nämlich die Arbeit der Arbeiter, verloren, und auch die Christlich-Sozialen wissen […] nicht mehr, welchem Bund sie noch nachweinen sollen. Es geht darum, eine Repolitisierung zu betreiben, weil nur so kann man die Bedingungen für die Ausgestaltung der Technik überhaupt vorantreiben.
Oder im Klartext: Auf Uber verzichten bringt, zumindest aus dieser Sicht, nichts.

Innovation: 5 USD/Stunde

Mit Steuermilliarden subventionierte Autos für die oberen 1%, aus Fabriken mit $5-Stundenlöhnen. @grimmse Dieser Tweet von Oliver Grimm setzt inhaltlich fort, was zumindest diejenigen, die reflektieren und mitdenken (und…

Menschliche Obsoleszenz in praktisch allen Prozessen

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Vor wenigen Tagen hat Amazon seine neue Ausfertigungshalle vorgestellt, in der nahezu jede…

Der superkompetente Mitarbeiter

Vor weniger als einem Monat haben wir uns mit einem Mitarbeiter getroffen, der seit etwa zehn Jahren in jeden Kompetenzbereich, den es in der Firma gibt, eingedrungen ist. Er arbeitet…