„Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen“

Star Trek, wie es nur Star Trek sein kann, Lyrik, die es ins Drehbuch schafft: Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen.

Es gibt eine Szene in Star Trek: Generations, an die ich mich immer und immer wieder erinnere. In einem der wohl interessantesten Monologe in der Star Trek-Reihe konfrontiert der Wissenschaftler Tolian Soran, der im großen Finale des Films die Zerstörung eines Planeten in Kauf nimmt, um Zeit bedeutungslos machen zu können, den Enterprise-Captain Jean-Luc Picard mit Aussagen, die seine Handlung rechtfertigen sollen. Eine davon, die seine Motivation auf den Punkt gebracht erklärt: Time is the fire in which we burn.

Dieser Satz ist mir in Erinnerung geblieben und ich habe ihn bislang immer für eine gelungene Zeile in einem außergewöhnlich guten Drehbuch gehalten. Dass er aber seinen Ursprung in einem Gedicht von Delmore Schwartz (1913-1966) hat, dass er sich über die Zeilen hinweg ankündigt und den fulminanten Abschluss eines Erkenntniszyklus bringt, wusste ich bis zum 10. Mai 2022, also 28 Jahre lang (!), nicht.

Aber jetzt weiß ich das und kann euch allen nur empfehlen, euch eine ruhige Minute zu finden und Calmly We Walk through This April’s Day zu lesen.

Lest es! Und versteht diesen Satz von nun an ein wenig anders!