Teure Siebträgermaschine? Blei im Espresso!#

Spiegel Online berichtet über „teure Siebträgermaschinen“, die vor allem nach der vorschriftsmäßigen Entkalkung massiv Blei ins Zubereitungswasser abgeben.

Zwei der drei Espresso-Siebträgermaschinen […] übertrafen diese Schwelle deutlich – bis zu hundertfach, jeweils nach der Entkalkung der Geräte, die die Analytiker nach eigenen Angaben gemäß „den Vorgaben der Hersteller sowie unter Verwendung der jeweils empfohlenen Reinigungs- und Entkalkungsmittel“ durchführten. An den Folgetagen ging die Bleilässigkeit zwar zurück, [..] lag […] aber immer noch im Bereich zwischen 10 und 50 Mikrogramm pro Kilogramm: „Selbst diese Werte liegen über dem vom Europarat festgesetzten Freisetzungsrichtwert.“

Und der Spiegel betont immer und immer wieder, dass es sich um teure Siebträgermaschinen handelt. Na dann dürfen wir alle raten, welche wohl untersucht wurden, wenn sich mit dem Bleiproblem „auch Cafés und Restaurants in Berlin konfrontiert sehen“ werden.

Guter Kaffee, in Berlin getrunken

Berlin ist super, toll, lebendig, jung und hipp. Und die in den Kaffeeläden unserer nördlichen Nachbarn arbeitenden Neuseeländer, Australier, Briten und Amerikaner wissen nur zu gut, wie man guten Kaffee herstellt. Hier eine Auswahl, die ich im Rahmen eines Wochenendtrips zusammengestellt habe, die sich jedoch zu meiner Freude mit Empfehlungen der örtlichen Kenner der Kaffeeszene decken und sogar in der Reihung der Läden mit den am häufigsten zitierten Listen zum Thema „Guter Kaffee in Berlin“ übereinstimmen.

Radlager goes Gebrüder Stitch

Was ist, wenn ein von italienischen Rennrädern besessener Kaffeeliebhaber seine Waren im Beta-Store zweier ehemaliger „Marketing-Fuzzis“, die zu Jeans-Maß-Schneidern wurden, ausstellt und dabei den besten aller Kaffees ausschenkt? Dann ist das „VIVA ITALIA! der besuch unserer freunde vom radlager…“ und führt zu einigen Kuriositäten, wie beispielsweise einer selbstgebauten Kapelle mitten im Wohnzimmer und Veranstaltungsbezeichnungen wie

am samstag gabs die weltpremiere von velostitch mitten auf der gumpe und danach a fette party! am sonntag das katerfrühstück… und zwischen dem eröffnen und schließen? wie vom radlager gewohnt feinste rennradln…

Was mir persönlich jedoch am wichtigsten ist: Die Gebrüder Stitch sind einem guten Kaffee nicht abgeneigt und importieren den Passalacqua Harem (!) für den Eigengebrauch gleich selbst (!!). Hoffentlich bleibt ihnen auch die Faema E61 erhalten.#

Espressi in Paris

#Man glaubt es kaum, aber in Paris bekommt man keinen guten Espresso. Und zwar weder im noblen Restaurant noch in der Kaffeeküche ums Eck. Der am wenigsten miese Kaffee während eines beinahe einwöchigen Parisaufenthalts (!) war ein Lavazza aus dem Automaten. Nota Bene: Für einen Espresso fährt man besser nach Italien. Und dann am besten nach Neapel.

Café Paradise

Nach einer Umrundung der Insel Moorea mit dem Moped, entdeckten Katharina und ich ein Café mit dem klingenden Namen „Café Paradise“. Ich parkte das Moped und wir betraten einen von zwei Seiten her umzäunten Strand mit Tischen, Sonnenschirmen und einer Bure, die als Küche und Bar diente.

Mocca Club geschlossen

Wenn es irgendwo in Wien guten Kaffee gab, dann im Mocca Club an der Linken Wienzeile Nr. 4. Dort konnte man sich immer in Bezug auf seine Vorlieben beraten lassen und die Kaffees wurden nicht nur nach Geschmack, sondern nach körperlicher und seelischer Verfassung ausgewählt; immer und immer wieder waren die Espressi, die Tees oder die heißen Schokoladen perfekt darauf abgestimmt.

Ciao Espresso

Gaggia Espressomaschine

Heute. Morgen. Der erste selbstgemachte Espresso. Perfekte Crema, perfekte Durchlaufzeit, perfekte Temperatur. Und dass man mit der Stoppuhr dasteht und die Heißwassertemperatur mit dem Thermometer misst, ist Hingabe zum Getränk. Die Zubereitung erfolgt hier mit Liebe und jegliches Argumentieren in Richtung Schnelligkeit oder Herumgepatze ist lächerlich, denn wer die Bedienungsanleitung liest, patzt nicht und braucht auch nicht lange, um seine Maschine zu warten.