Menschliche Obsoleszenz in praktisch allen Prozessen

Vor wenigen Tagen hat Amazon seine neue Ausfertigungshalle vorgestellt, in der nahezu jede Tätigkeit, die bis vor kurzem noch von Menschen durchgeführt wurde, von Robotern erledigt wird. Vom Sortieren und Einschlichten der Waren bishin zum Anordnen und Bewegen ganzer Regale ist kaum jemand am Ausfertigungprozess beteiligt. Menschenleere, vollautomatisierte Betriebs- und Lagerhallen sind weder Neuland noch techno-futuristische Fantasie, sondern Zwischenergebnis einer Entwicklung, deren Bahn unweigerlich zur Obsoleszenz menschlicher Arbeitskraft führt.

Im hier eingebetteten Video („Humans need not apply“) wird die These aufgestellt, dass jegliche menschliche Arbeitskraft nicht nur in Berufen, die es schon vor mehr als 100 Jahren in gleicher oder ähnlicher Form gab, de facto obsolet geworden ist, sondern auch, dass diese Obsoleszenz diesmal auch Berufsgruppen trifft, die sich bislang von der Automatisierung nicht bedroht sahen. Was Ärzte tun, werden Roboter sehr bald besser erledigen. Womit Juristen Geld verdienen, werden Roboter bald schneller, effizienter und billiger durchführen können. Was Künstler erschaffen, können Roboter sogar heute schon zu großen Teilen ersetzen. Broker bedienen ohnehin nur noch Computer und selbst das Handwerk des Barista ist gefährdet.

Wir (Menschen) werden zu den Pferden des 21. Jahrhunderts. Und daran führt offenbar kein Weg vorbei.