politik

Überbau hebt ab

Das Vertrauen in Legislative, Judikative und Exekutive erodiert. Wie lange noch, bis der Glaube an die drei Säulen erodiert?

COVID-19, Tag 411: Virus ist Politik

Dienstag, 27. April 2021, Tag 411 der Corona-Pandemie. Vielleicht wundert sich ja jemand, warum es hier, in der COVID-19-Rubrik, häufig, wenn nicht immer, um Politik oder zumindest um politische Akteure…

Rollenüberschreitung in der Politik

Wir können bei manchen Politikern eine Rollenüberschreitung feststellen. Sie agieren und denken nicht mehr als Politiker – Gestaltung, Suche nach Mehrheiten und Unterstützung, Kompromisse, Problemlösung –, sondern denken in manchen Bereichen bereits so wie Redakteurinnen der Boulevardmedien. […] in möglichst plakativen Nachrichten, in populären Themen, die Interesse und Emotionen erregen. Dringliche sachpolitische Probleme werden dann nicht mit jener Beharrlichkeit und Aufmerksamkeit verfolgt wie andere, die eben redaktionelle Titelthemen bringen.

Fritz Plasser im Interview mit Zeit Online

Soziale Medien als politischer Informationskanal

Es macht einen Unterschied, ob jemand Beiträge traditioneller Medien lieber in Social Media-Form konsumiert […] oder ob er/sie sich gänzlich anderen Quellen zuwendet. […] Wenn […] die beobachteten politischen Effekte durch die vermehrte Social Media-Nutzung immer wieder auch damit zu tun haben, dass sich BürgerInnen politisch machtlos fühlen […] und diese Machtlosigkeit auf Facebook oder Twitter als Protest und Radikalisierung sichtbar wird, ist es auch für das gesellschaftliche Zusammenleben in Österreich wesentlich, genauer hinzuschauen.

Prapotnik, Perlot, Ingruber, Filzmaier: Soziale Medien als politischer Informationskanal

politwoops.eu.

Politwoops sammelt gelöschte Tweets von Politikern. Die Tweets können durchsucht und nach Partei, dem Namen eines Politikers oder nach der Lebenszeit eines Tweets gefiltert werden.

Politik ist Wahrnehmung, nicht Argumentation

Es ist langes Wochenende und was kann man da schöneres tun als sich in den Opinion Pages der New York Times an den Essays von Soziologen, Politikwissenschaftlern, Anthropologen und Historikern…

Über den blauen Fleck, der eine Begegnungszone sein soll.

Horst Prillinger über den blauen Fleck auf der Mariahilfer Straße, der eine Fußgänger- und Begegnungszone darstellen soll.

Verkehrsteilnehmer nehmen ihre Umgebung sensuell, nicht rationell wahr. Die Straße beginnt, wo die Gehsteigkante ist. Auf gepflasterten Gehsteigen ist die Gehgeschwindigkeit niedriger als auf asphaltierten. Wo es laut ist, wird niemand verweilen. Etwas, das wie eine Straße aussieht und sich wie ein solche anfühlt, ist und bleibt eine Straße, egal welche Schilder und Bodenmarkierungen dort zu finden sind. Eine Fußgängerzone wird weder von den Fußgängern noch von den anderen Verkehrsteilnehmern als solche wahrgenommen, so lange es eine vom Gehsteig getrennte Fahrbahn gibt, egal, ob diese als solche benutzt wird oder nicht.

Mehr als häufig verlinkt, weil es einfach wahr ist.

Kein TED-Talk: Nick Hanauer über Einkommensungerechtigkeit

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Ein im Rahmen der TED-Talks präsentierter Vortrag von Multimillionär Nick Hanauer zum Thema…

Ehrenkodex für die österreichische Regierung?

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl will einen Ehrenkodex für die österreichische Regierung einführen, um ihr stark angeschlagenes Image aufzupolieren. Gut, in letzter Zeit gab es ja einiges; das Ö1 Morgenjournal berichtete heute…

Europe’s Lack of Discipline.

George Will (Real Clear Politics) ist der Meinung, Europa sei nicht wirklich eine politische Union, und listet eine ganz schöne Liste an Punkten auf, denen man als Europäer zwangsläufig zustimmen wird.

The EU has a flag no one salutes, an anthem no one sings, a president no one can name, a parliament (in Strasbourg) no one other than its members wants to have power (which must subtract from the powers of national legislatures), a capital (Brussels) of coagulated bureaucracy no one admires or controls, a currency that presupposes what neither does nor should nor soon will exist (a European central government), and rules of fiscal behavior that no member has been penalized for ignoring. The euro currency both presupposes and promotes a fiction — that "Europe" has somehow become, against the wishes of most Europeans, a political rather than a merely geographic expression.

Googles Außenpolitik gegenüber China

Googles Ankündigung, Suchergebnisse nicht mehr zensurieren zu wollen oder sich gänzlich aus China zurückzuziehen erscheint zwei Tage später in weit größerem Kontext; durch die wertetransportierende Argumentation, mit der Google China…

#unibrennt erklärt

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Das hochstilisierte, jedoch wenig wirksame Phänomen „#unibrennt“ erklärt. Auch hier wieder: Viel Lärm…

Helge erklärt #unibrennt.

Helge erklärt, wie mit Hilfe von Blogs, Twitter und Facebook unter Umgehung der traditionellen Medien die Besetzung des Audimax an der Uni Wien organisiert und der Gedanke an weitere Universitäten in ganz Europa vermittelt wurde. Besonders gut gefällt mir das von Helge zitierte YouTube-Video von Max Kossatz, das darstellt, wie sich der Hashtag "#unibrennt" auf Twitter über Europa verteilt hat.

So schön auch über die Anwendung sozialer Medien für die Organisation der Unibesetzung zu lesen ist, so wenig sozial und gemeinschaftlich wird die Sache aber. Es gibt genügend Proteste gegen die Proteste und immer mehr der ehemaligen Besetzer sehen sich den Kritikpunkten, die in den Forderungen angesprochen werden, in der Organisation der Besetzung selbst ausgesetzt!

Österreich: Zuerst kommt der EU-Austritt. Was passiert dann?.

Eine unveröffentlichter Brief des künftigen Kanzlers...
Bitte bestell Deinem lieben Schwiegervater zum bevorstehenden 100. Geburtstag meine besten Wünsche und die der ganzen Republik. Seitdem Du die Zeitung führst, kommt er ja ab und zu auf einen Kaffee zu mir ins Kanzleramt, und weil ich jetzt noch stenografieren gelernt habe, fällt es viel leichter, die Gesetze ganz in seinem Sinne zu formulieren.

Förderungen in Österreich.

Förderungen in Österreich.
Der, der's billig machen würde, steht im Nachhinein blöd da, derjenige, der Geld an Facharbeiter und Banken bezahlt, wird gefördert. Ähem, nein, die Facharbeiter und die Banken werden gefördert, nicht derjenige, der die Förderung anfordert!

Kreative politische Werbung

Sieht man sich in Österreich momentan um (oder erinnert sich an diverse Wahlkämpfe), stellt man problemlos fest, dass die Aufmachung der Wahlkämpfe hierzulande langweilig, inhaltslos und größtenteils primitiv und anspruchslos…