Jodie Foster vermutet, bei Brad Pitts „F1“ war KI im Spiel. Zu perfekt sind die Szenen, zu glatt die Dialoge.
I look at a movie like ‘F1’ and I’m like, ‘F1’ was made by AI […] Wasn’t it? I mean, the structure was exactly the structure that you would learn in school. The actors say the lines exactly the way it would be written if a computer was writing exactly what would be the right thing for that time. And they were able to dominate the technology to make something big and beautiful and potentially where a lot of the information comes from other places.
Jodie Foster
Das ist die Zukunft, die ich persönlich fürchte. Wenn Literatur, Kino und Musik einen Ablauf nach Lehrbuch haben und Dialoge, Aussagen und Sequenzen zur errechneten richtigen Zeit aufkommen, dann ist diese algorithmische Perfektion das Gegenteil von Perfektion. Sie ist bestenfalls Mittelmaß.
Jodie Foster vermutet, KI wäre im Spiel gewesen. Allein diese Vermutung verändert die Wahrnehmung eines Films, sofern sie Dramaturgie und Dialoge betrifft, nicht nur digitale Effekte. Anstatt von einer Szene begeistert zu sein oder mit den Charakteren mitzufiebern, schiebt sich die Metaebene in den Vordergrund. Das Bewusstsein um KI verdrängt die Handlung: Hier hat die KI kalkulierte Reize eingebaut, um mich zu begeistern. Dort hat sie das Drehbuch optimiert, um mir die Identifikation mit einem Charakter zu ermöglichen. Anderswo hat sie die Szenenfolge an die Reaktionen eines Testpublikums angepasst. „Begeistert sein“ und „mitfiebern“ sind Attribute guter Unterhaltung. An den möglichen Prompt zu denken, das genaue Gegenteil davon. Es ist wie ein Mikrofon, das man vergessen hat, aus dem Bild zu retuschieren.
Sobald ich KI hinter einem Kunstwerk vermute, bricht die Illusion. Das gilt nicht nur für Filme, sondern genauso für Gemälde, Fotografie, Musik und Literatur.