Nick Heer hat das gleiche Problem, das ich auch habe: Seine Mac-Hardware funktioniert einwandfrei, aber aktuelle Software zwingt uns förmlich in die komplett unnötige Aktualisierung unserer Hardware.
There was a time, not too long ago, when the lifespan of a computer seemed predictable and pretty short. […] I remember replacing my mid-2007 MacBook Pro after it was just five years old, already wheezing for at least a year prior while attempting even the simplest of things. On the other hand, the MacBook Pro I am using today was released four years ago and, keycaps aside, feels basically new. […] I have begun feeling the consequences of rampant progress when I use my 27-inch iMac, stuck on MacOS Ventura. It is not slow and it is still very capable, but there are new apps that do not support its maximum operating system version. The prospect of upgrading has never felt less necessary based solely on its performance, yet more urgent.
Nick Heer
100 Prozent Zustimmung. Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo Updates der Hardware ein notwendiges Übel waren, das allerdings auch gewollt war. Man hat sich gewissermaßen über die Aktualisierung der Hardware gefreut, konnte Neues ausprobieren, es hat Spaß gemacht. Technologie war magisch; die Magie ist nun weg.
Also schreiten wir wohl oder übel in den Apple-Store oder sonst wo hin, geben unnötig Geld für neue Hardware aus, um dann die gleichen Funktionen in der gleichen Software, die wir bislang gebraucht haben, nun aber mit höherer Versionsnummer wieder zu nutzen. Nicht, dass jemand jetzt glaubt, ich argumentiere hier für geplante Obsoleszenz. Aber ein wenig Magie, die mich den Einkauf moderner Hardware wieder wollen lässt, wäre schon schön.
Es ist bezeichnend, dass man eigentlich nur mit Linux um diese Praktik drum herum kommt, aber dann immer noch auf die Applikationen, für die man den Rechner mal gekauft hat, z.B. Adobe oder Apple Produkte, verzichten muss, weil es sie für Linux auch nicht gibt.
Und OCLP ist wahrscheinlich auch nur eine Krücke auf Zeit.
Ja, mühsam ist das. Und besonders mühsam ist es in meinem Fall konkret, weil ich immer wieder mal verschiedene Applikationen ausprobieren möchte, die mich mittlerweile aber immer öfter entweder sofort die Installation verweigern (weil kein „M-Chip“) oder einfach Teile der Apps nicht ausgeführt werden können, was auch ein wenig witzlos ist. Und klar, das Ding ist laut Marktdefinition „alt“, aber ja… Was soll man tun?
100 % Zustimmung! Vor ein paar Jahren, nach dem Abschied aus dem Berufsleben, habe ich den großen Wechsel von Windows zu Apple gewagt. Im Großen und Ganzen bereue ich das nicht – die Geräte laufen rund, das System ist elegant.
Aber die Produktpolitik von Apple hat einen Beigeschmack. Geplante Obsoleszenz scheint fest eingebaut zu sein. Als solche verstehe ich, dass man nach wenigen Jahren schon Probleme haben kann, die Software zu aktualisieren und aus Sicherheitsgründen zum Neukauf »überredet« wird.
Mein MacBook Pro von 2016 – einst mein Einstieg in die Apple-Welt, noch vor dem teuren iMac – wird inzwischen nicht mehr unterstützt. Aus einer Mischung aus Neugier und Trotz habe ich darauf ein Linux-Derivat installiert. Und siehe da: Das Notebook läuft schneller, der Akku hält länger.
Über meinen Frust habe ich auch schon gebloggt. Wenn ich nicht so zufrieden mit meinem iMac und dem aktuellen iPhone wäre, hätte ich Apple vielleicht längst den Rücken gekehrt. Denn ehrlich gesagt: Ich fühle mich ein bisschen verschaukelt.
Neulich las ich, dass man sogar das Samsung-Betriebssystem auf dem iPhone zum Laufen bringen kann. Vielleicht ist das gar nichts Neues – mir ist es erst jetzt aufgefallen. Zufriedene Kunden würden so etwas vermutlich gar nicht erst bemerken. Oder?
Ja, ich kann das gut nachvollziehen – siehe ja auch mein Blogbeitrag. Besonders schmerzlich bei Apple ist ja zusätzlich noch, dass die Geräte einfach nicht alt aussehen oder wirken. Und wenn sie funktionieren, noch immer schicklich anzusehen sind, aber Software die Nutzung sperrt, dann ist das ungut und – du formulierst es gut – man fühlt sich verschaukelt. Das hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Also ein Ja auf dein Oder!