Schlagwort: sprache

  • Über KI sprechen: Wenn sprachliche Bequemlichkeit eine Illusion erzeugt

    Wer KI-Systeme mit menschlichen Verben, Eigenschaften und Rollen beschreibt, übernimmt unkritisch die Marketingperspektive ihrer Hersteller und erschwert ein realistisches Verständnis ihrer Funktionsweise.

  • Lesen, ansehen und hören, jedenfalls aber nicht konsumieren

    Die Sprache spiegelt das Denken wider. Literatur, Film und Musik können wir gar nicht verbrauchen, also können wir sie auch nicht „konsumieren“.

  • ChatGPT ist Pattern-Matching und Prediction. Vielleicht auch bei uns?

    Was, wenn ChatGPT uns gar nicht so unähnlich ist und wir vieles, was wir von uns geben, ebenso lediglich nach dem Schema Pattern-Matching und Prediction und nicht auf Basis tiefen Verstehens und die Anschauung und Überzeugung verändernder Erkenntnis formulieren?

  • Bach/Stölzel: Bist du bei mir

    Vor 2 oder 3 Jahren (erst) bin ich auf „Bist du bei mir“ von Gottfried Stölzel (oder Johann Sebastian Bach) gestoßen und habe verschiedene Interpretationen dieses Stückes gehört. Das Stück hat es in sich, denn die teilweise sehr harten, im deutschen Text aufeinanderfolgenden Laute müssen in einer sanft gleitenden und leichten Melodie untergebracht werden. Das…

  • Jedes „C“ anders

    Jedes „C“ in „Pacific Ocean“ wird anders ausgesprochen.

  • Vocal Fry

    Weil es mir immer stärker auffällt und ich diese… tja, wie nennt man das überhaupt, „Stimme“, „Stimmlage“, „Aussprache“ (?) immer öfter höre, hier der passende Beitrag zu Vocal Fry.

  • Zur Nutzung des Begriffs „Wonderland“ in sozialen Medien

    Die fatale Nutzung des Wortes „Wonderland“ greift über. Es ist ein Virus, der von Userin zu Userin und von Nutzer zu Nutzer übergeht und alles vernichtet, was sich ihm in den Weg stellt. Wonderland ist eine rote Linie. Nutzt man das Wort, ist alles vorbei und man sollte seine Social Media-Präsenz beenden und beginnen, anderen…

  • 3 Erzählungen

    Natascha Strobl, die schon vor ein paar Tagen die Rede von Sebastian Kurz analysiert hat, hat die Narrative der ÖVP identifiziert, mit denen sie bereits vor dem Misstrauensantrag zu operieren begonnen hat. Entlang dieser 3 Geschichten wird sich also in nächster Zeit alles drehen: Sebastian Kurz muss eine rot-blaue Koalition verhindern. Eigentliche Message: Rotwähler sollten…

  • Zur Kurz-Rede

    Natascha Strobl hat sich die Bilder, Narrative, und unausgesprochen mitschwingenden Subtexte, die Kurz in seiner gestrigen Rede – Ankündigung von Neuwahlen – angewendet hat, etwas genauer angesehen. Ihr Schluss? Kurz präsentiert sich als Heilsbringer in schlechten Zeiten; das eigentliche Problem wird zur Nebensache. Er – Er, Kurz! – ist die einzige Lösung, um die Ordnung…

  • Frauen sind eh mitgemeint

    Wenn ich mich schon über die Suggestivkraft von Rechtfertigungen auslasse, dann ist auch der Beitrag von Romana Beer, in dem es ums Gendern und das leidige „Frauen sind eh mitgemeint“ geht, eine Empfehlung. Dass Frauen bei Bezeichnungen im generischen Maskulinum „eh mitgemeint“ sind, kann man zwar behaupten – welches Bild beim Satz „Ich habe heute…

  • Doppelpunkt oder Strichpunkt?

    Wann verwende ich einen Doppelpunkt (Kolon), wann einen Strichpunkt (Semikolon)? Die allgemeine Regel (im Video, aber auch im Duden zu finden) lautet: Folgt einem Satz eine Auflistung oder eine nähere Beschreibung, dann wird der Doppelpunkt eingesetzt. Wird aber eine Aussage präzisiert und würde das harte Ende eines Doppelpunkts den Fluss der Gedanken unterbrechen, dann kommt…

  • Respekt nicht gleich Respekt

    Machmal benutzen Menschen das Wort „Respekt“ und meinen damit, „jemanden wie einen Menschen behandeln“. Manchmal, aber, meinen sie damit, „jemanden wie eine Autorität behandeln“. Und manchmal sagen Menschen, die es gewohnt sind wie eine Autorität behandelt zu werden, „wenn du mich nicht respektierst, dann werde ich dich nicht respektieren“. Was sie aber eigentlich meinen, ist…

  • Ein idealer Absatz

    In einem Text entspricht der ideale Absatz einem Gedanken, seine Sätze einzelnen Aspekten. Solange der Gedankengang präsentiert, begründet, erklärt und mit Beispielen hinterlegt wird, ist es egal, aus wievielen Sätzen ein Absatz besteht. – Mehr steht bei iA auch nicht, doch die 4 Links in der zugehörigen Linksammlung sind lesenswert!

  • Mannigfache Bedeutungen der Wortes „Bitch“

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Erica Ash erklärt die vielfache Bedeutung des Wortes Bitch (und demonstriert dabei auch gleich die zugehörige…

  • Deppenapostroph in einem Tweet erklärt

    https://twitter.com/arno_dr/status/783248949180268545 Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Hör auf mit Künstlicher Intelligenz zu protzen!

    Lasst uns das PR-Vokabular einfach in langweilige, deutsche Beamtensprache übersetzen. Und schon stellen wir fest, dass hinter der PR nur Langeweile steckt.

  • Ois is Oida!

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Die polnisch-österreichische Schauspielerin Ewa Placzynska, die zwischen Warschau, Wien und Toronto pendelt und schon mal über…

  • Regulierung ist Schutz

    George Lakoff argumentiert, wir sollten Gesetze und Regulierungen nicht als Nachteile wahrnehmen, sondern als Schutz vor zu vielen, uns schadenden Freiheiten anderer.

  • Beeinflusst Mehrsprachigkeit die Persönlichkeit?

    Im Oxford Dictionaries-Blog stellt sich Jennifer Walker die Frage, ob Mehrsprachigkeit die eigene Persönlichkeit beeinflusst. Präziser: Wechselt die Persönlichkeit mit dem Wechsel der Sprache mit? Blom and Gumperz’s study on the “Social meaning in linguistic structure: Code-switching in Norway” […] supports the argument about language and context, finding that speakers use alternate languages in conversation…

  • Warum „Black Friday“?

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Eine Definition aus dem Oxford English Dictionary. (Und hier der Artikel dazu, bei dem auch der…

  • Arrival

    Endlich ein neuer Film über das Aufeinandertreffen von Menschen und Aliens. Die Hauptrolle, zumindest im Trailer, scheint keine muskulöse Actionfigur zu sein, sondern eine bedachte Linguistin. Das lässt darauf hoffen, dass der Plot sich nicht gänzlich in den Worten Crash-Bumm-Bang wiederfindet, sondern darüber hinaus zum Denken anregt. Nach „Star Trek: Beyond“ oder „The Martian“ kann…

  • Bullshit!

    Harry Frankfurt, ehemals Philosoph an der Princeton University, hat vor mehr als dreißig Jahren schon in seinem Essay „On Bullshit“ thematisiert, was 2005 in Form eines gleichnamigen Traktats im Hardcover erschienen ist: Eine Technik, die Wahrheit zu verbergen, erwachsen aus der Notwendigkeit, (gegen Bezahlung) sprechen zu müssen – und zwar über Dinge, über die man…

  • Fremdsprachen reduzieren Befangenheit

    Trifft man die selben Entscheidungen und folgt man immer der gleichen Logik, egal ob man in der Mutter- oder in einer Fremdsprache denkt? Scheinbar nicht! It may be intuitive that people would make the same choices regardless of the language they are using, or that the difficulty of using a foreign language would make decisions…

  • La quadrille française – oder – Le quadrille français?

    Es ist ja nicht allzu weit hergeholt, wenn ich kurz das übliche Themenfeld verlasse und mich ein wenig über Wiens Quadrille-, mehr aber noch über seine Tanzschul-Szene lustig mache. Für all diejenigen, die Wien noch nie im Ballrausch zwischen Ende November und Ende Februar erlebt haben, hier eine völlig abstrakte, weil aus dem Kontext gerissene,…

  • Semantische Vollbremsung

    Wer sich an meine Ausführungen zu dem Seminaren inhärenten Problem erinnert, dem wird die heutige Episode – eine „semantische Vollbremsung“ – nur als Abwandlung eines bereits bekannten Prinzips erscheinen. Auch diesmal wird die Möglichkeit etwas mitzuteilen durch eine anfangs scheinbar unbedeutende Formulierung eingeschränkt. Die Einschränkung steht diesmal jedoch in völligem Gegensatz zum Zweck und wirkt sich folgenreich…

  • Ein Seminaren inhärentes Problem

    Wie jedes Jahr, fand auch heuer wieder ein Firmenseminar statt. Diesmal, allerdings, war eine professionelle Trainerin eingeladen, die die firmenseminarüblichen Themen – Kommunikation, Identität, Kooperation – mit uns [hier passendes Verb einsetzen] sollte. Die Dame stellte gleich zu Beginn des Seminars ein Set an Regeln auf, an das wir uns zu halten hatten. Diese Regeln…

  • Wie Sprache unser Denken beeinflusst

    Ein spannender Artikel über die Zusammenhänge von (Mutter-) Sprache und Denken, in dem anhand faszinierender Beispiele dargestellt wird, wie komplexe und weniger komplexe Konzepte (Richtung, Zeit, Zahlen, Musik, soziale Beziehungen, Moral, Emotionen) durch die Wahrnehmung in der eigenen (Mutter-) Sprache und ihrer grammatikalischen Struktur beeinflusst werden. Ein Beispiel: Instead of words like „right,“ „left,“ „forward,“…

  • Über die Androgynisierung von Vornamen

    Im Baby-Name-Wizard (!) Blog berichtet Laura Wattenberg über die Androgynisierung von Vornamen und nennt „Cameron“ als Beispiel. War der Name noch vor einiger Zeit lediglich männlichen Babies vorbehalten, so ist er (oder die Abwandlungen Kamren, Camren, Kamryn oder Camryn) heute sowohl für Buben als auch für Mädchen akzeptiert. Einem ähnlichen Schicksal unterliegen auch Ashley und…

  • Tall, Grande und Venti

    Small is Tall. Tall, Grande, Venti. Ist mir auch schon immer auf die Nerven gegangen.

  • Is there what we Americans call Kindergarten in Germany?

    Eine etwas peinliche Frage eines Amerikaners, der demnächst nach Deutschland umziehen wird, in einem der deutschen Sprache gewidmeten Forum. Is there what we Americans call Kindergarten in Germany?

  • Profilierungsneurotiker im Usenet

    Fremdwörter werden doch gelegentlich auch gerne von […] Profillierungsneurotikern (sic!) oder auch von mental retardierten Menschen benutzt. Die Beiträge der Mitglieder der Gruppe de.etc.sprache.deutsch…

  • Gibt es Dialoge ohne Sinn?

    Vor Jahren haben Dominik und ich aus Langeweile ein oft forderndes Spiel gespielt: Wir versuchten einen Dialog zu schaffen, dessen einzelne Sätze auf keinen Fall zueinander passen sollten. Der Dialog sollte sinnfrei sein und keiner der Sätze sollte sich auf einen der zuvor gesagten beziehen. Ein beliebter Anfang war: A: Hallo, wie geht’s? B: Die…

  • Kürbiskraut oder Semmelkren

    Was kann man serviert bekommen, wenn man auf einer Speisekarte liest: Rindfleisch mit Kohl, Dillfisolen, Kürbiskraut oder Semmelkren und Rösti? Bekommt man auf jeden Fall immer Rindfleisch mit Kohl und Dillfisolen und die anderen Beilagen können gewählt werden? Oder kann man zwischen Gemüse und Rösti wählen? Gehören Kohl und Dillfisolen immer und auf jeden Fall…

  • Du oder Sie?

    Die werte Leserschaft kennt ja bereits meinen „Mehr“-Bereich. Im Englischen wäre es ja kein Problem, hier das „you“ zu verwenden und locker würde ich ohne Hemmungen hinschreiben „You can go up or home, dig the archives, read my colophon or view my gallery“ – das auf Deutsch zu machen, ach, da hält mich irgendwas davon…

  • Gemeinsam oder Zusammen

    Ich mache es mir hiermit zur Aufgabe, Fragen der linguistischen Feinheit, die mir im Alltag widerfahren, an die werte Leserschaft weiterzugeben. Somit hat das Bildungsmoment einen Gießkanneneffekt. Im heutigen Beispiel geht es um die korrekte Anwendung der beiden Wörter „gemeinsam“ oder „zusammen“. Hier das Beispiel: Judo ist ein Sport, den man grundsätzlich nicht alleine ausüben…

  • Kreieren beinhaltet…

    Sprachlich ist mir bei meinem heutigen Besuch nur aufgefallen, daß „Kreieren“ im geschriebenen ein genauso schreckliches Wort ist wie „beinhalten“ – man liest sie im ersten Moment immer falsch, und dann zweifelt man an seinen Sprachkenntnissen. Veronika in einer E-Mail, 6.3.2004

  • Umlaute

    Punkte über irgendwelchen Vokalen gelten als Zeichen für hochwertige Produkte aus dem Alten Europa. René in de.etc.sprache.deutsch, 4.3.2004