Also kein Berufsheer…

Na gut, dann halt Wehrpflicht, will heißen: Stellungs- und Einrückungstermin, danach „Wie mache ich mein Bett?“. Anschließend putzen, putzen, Mittagessen, putzen, Sport, schlafen. Tagwache. Putzen, pissen, putzen, Sport, duschen, Frühstück, Waffe. Auseinandernehmen, zusammenbauen, auseinandernehmen, putzen, zusammenbauen.

Es ist ganz einfach, die Dinge funktionieren

Gerade eben stelle ich fest, dass die Dinge ganz einfach geworden sind, denn sie funktionieren: Ich erwache, schalte meine Kaffeemaschine ein und völlig geräuschlos macht sich das Ding heiß und wartet, bis ich den kleinen Espressoknopf drücke.

米锡利的小品

Was nicht so alles passieren kann, wenn man nichts vorhat und nichts plant.

  • Walli lädt zum Essen, kocht selbst und es ist vorzüglich.
  • Ich fotografiere eine Latexhenne und Andi fragt warum, ein altes Fabriksgelände irgendwo in Wien und niemand weiß wo’s ist!
  • Mein Stammtürke schenkt mir einen Laib Brot und rettet somit das sonntägliche Frühstück.
  • Ich arbeite ein wenig, finde mich plötzlich in einem Salsaschuppen wieder nachdem ich mit Nimbus – jetzt bitte nicht schlagen, aber es lag am Weg! – bei Starbucks einen Espresso (ich; er: irgendwas macchiato) getrunken habe…
  • Ich treffe im Salsaschuppen Petra (nicht das Mobiliar, sondern die Schwabequ’sche Altfreundin!) und stelle fest, dass sie noch immer die ist, die sie einmal war. Vielleicht ein wenig verhärtet in ihrer Position… Jedenfalls erzählt sie mir, dass der Schwabe in Südamerika sein Unwesen trieb; jetzt ist er jedenfalls wieder da!
  • Im Salsaschuppen selbst wurde von Susanne, Nimbus und mir der Zigarre gehuldigt, Mané hat die Zigarre verschmäht, dafür umso besser getanzt und all die anderen jungen Freunde und Dinnen haben sich auch irgendwie vergnügt.
  • Hubsi – warum nennt man den Mann eigentlich so dämlich? – hat sich nicht am Geschmack eines Mojito erwärmen können, Mané dafür umso mehr am Geschmach meines Florida Nimbus ließ Daiquiri in sich fließen.
  • Nimbus posiert und Susanne taugt’s offensichtlich!
  • Ich hab meinen Espresso am nächsten Tag fotografiert und “befiltert”…
  • Ich höre seit etwa vier Stunden wieder Klassikradio und stelle fest, dass ich bis jetzt jedes Lied gekannt habe! Jedes!

Ach ja, die Überschrift übersetzt: Michaels kleinere literarische (und künstlerische) Arbeiten.#

Alltag

Der Tag beginnt gut. Ich bin ausgeschlafen und bestens gelaunt. Ich habe Glück, da mein Frühstück, im Gegensatz zu Patricks, nicht verdorben, alt oder schlecht ist. Nach dem Frühstück, pilgere ich in den Computerraum der Universität.

Warten

Ich komme nach Hause, streife die Schuhe mit den Füßen ab, werfe die Jacke auf den Stuhl, wasche mir die Hände, das Gesicht, gehe ins Wohnzimmer, nehme die CD aus dem Regal und lege sie in den Spieler. Das Air von Bach erklingt in gedämpfter Lautstärke, der Tee ist mittlerweile fertig, ich schenke mir ein. Beruhigung kehrt ein. Ich setze mich auf meine Couch. Ich warte und schließe die Augen. Ich warte darauf, dass es aufhört. Das Adagio von Edward Elgar erfüllt majestätisch den Raum, zehn Minuten sind vergangen, der Tee ist zur Hälfte getrunken und es hat endlich aufgehört, das Warten.#

Gangsterkinder

Dass mit Wien in letzter Zeit etwas nicht stimmt, habe ich schon beschrieben. Dass aber ein Schülerlotse, der sonst eigentlich stets leuchtgelb und glücklich in der Gegend herumstrahlt, mit professionellen Gangstern (bzw. deren Kindern) zu tun hat, ist nicht ohne.