Trailer zu The Road Movie

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Früher oder später musste ja irgendwer auf die Idee kommen, den auf Dashcam-Videos festgehaltenen Wahnsinn auf Russlands Straßen zu einem kompletten Film zusammenzustellen. Das Ergebnis heißt „The Road Movie„, hat Spielfilmlänge und besteht zur Gänze aus diesen kurzen Momenten des Schreckens, die nahtlos in WTF-, OMG- oder Aww-Momente übergehen. (Ich freue mich schon drauf, auch wenn es für mich hier in Wien wohl heißt, dass ich werde warten müssen, bis der Film auf YouTube verfügbar ist. Macht ja nichts. Bis dahin gibt es Tausende dieser Clips, die ich mir ansehen kann.)

Geschwindigkeitsbeschränkung, weil Fehler auch anderen passieren

https://www.youtube.com/watch?v=bvLaTupw-hk

Der häufigste Kommentar, den man im Freundes- und Bekanntenkreis hören oder aber auch auf Facebook zu einem Strafmandat oder einer Anonymverfügung lesen kann, lautet abstrahiert in etwa so:

Ja, ich gebe es zu, ich bin zu schnell gefahren. Aber ich verstehe nicht, warum ich in der [hier Straßenname einsetzen] nur [hier Geschwindigkeitsbeschränkung einsetzen] fahren soll? Das Tempo ist dort völlig sinnlos, weil [hier Negation des Gefahrenpotentials einsetzen] und dient nur der Abzocke. Wahrscheinlich müssen’s wieder das Stadtbudget mit unserem Geld sanieren. Außerdem beherrsche ich mein Fahrzeug, kenne die Gegend wie meine Westentasche und [hier Differenz zwischen tatsächlich gefahrener und maximal erlaubter Geschwindigkeit einsetzen] sind doch bitte noch innerhalb der Toleranzgrenze!

Gefolgt werden solche Kommentare von allerlei Gedöhns, das mit Priorisierungen von Polizeiarbeit beginnt („Haben die nichts Besseres zu tun?“) und mit Beschimpfungen gegen [hier Name einer Politikern/eines Politikers einsetzen] endet. Die ganz Blöden fotografieren die Strafzettel und Anonymverfügungen auch noch ab und stellen sie auf Facebook online…

Ich frage mich, ob eine Werbung, wie die in Neuseeland von der New Zealand Transport Agency in Auftrag gegebene, in Österreich auf Verständnis (nicht im Sinne von Akzeptanz, sondern im Sinne von Verstehen) stoßen würde. Ist es hierzulande in wenigen Sekunden vermittelbar, dass „leicht überhöhte Geschwindigkeit“ eben nicht nur als „Toleranzgrenze“ verstanden werden darf, sondern als tatsächliche Gefahr, deren tödliche Konsequenz in genau der Extremsituation, mit der man nicht gerechnet hat, auftritt? Dass die Selbsteinschätzung nur Resultat eines erlernten Fahrgefühls ist, welches auf Basis technisch gefilterter Wahrnehmung physikalischer Gegebenheiten und Abläufe entsteht? Dass es unmöglich ist, mögliche Fehler anderer Verkehrsteilnehmer gänzlich berücksichtigen zu können? Oder sind wir wirklich noch so wenig fortgeschritten, dass KFZ-Lenkern das Verbot von Alkohol am Steuer – wenn auch drastisch – klargemacht werden muss?

Über den blauen Fleck, der eine Begegnungszone sein soll#

Horst Prillinger über den blauen Fleck auf der Mariahilfer Straße, der eine Fußgänger- und Begegnungszone darstellen soll.

Verkehrsteilnehmer nehmen ihre Umgebung sensuell, nicht rationell wahr. Die Straße beginnt, wo die Gehsteigkante ist. Auf gepflasterten Gehsteigen ist die Gehgeschwindigkeit niedriger als auf asphaltierten. Wo es laut ist, wird niemand verweilen. Etwas, das wie eine Straße aussieht und sich wie ein solche anfühlt, ist und bleibt eine Straße, egal welche Schilder und Bodenmarkierungen dort zu finden sind. Eine Fußgängerzone wird weder von den Fußgängern noch von den anderen Verkehrsteilnehmern als solche wahrgenommen, so lange es eine vom Gehsteig getrennte Fahrbahn gibt, egal, ob diese als solche benutzt wird oder nicht.

Mehr als häufig verlinkt, weil es einfach wahr ist.

Bußgeld = Monatsgehalt x Promille#

Ja, ich bin für eine Erhöhung des Bußgelds bei Alkohol am Steuer, besonders, wenn man von solchen Ereignissen liest und sich insgeheim fragt, warum keine einzige Zeitung zur Frage nach dem staatlichen Gewaltmonopol Stellung bezieht.

Die einzig richtige Formel zur Bußgeldberechnung bei Alkohol am Steuer ist die Dänemarks, in der dem Umstand Rechnung getragen wird, dass man bei Ereignissen, zu denen es durch Autofahren mit Alkohol im Blut kommt, nicht mehr von „Unfällen“ sprechen kann:

Monatsgehalt x Promille = Bußgeld.

Fahrverhalten bei roten Ampeln

Bisher übliches – und meiner Meinung nach normales – Vorgehen: Man fährt mit dem Auto auf eine rote Ampel zu und hält an der Haltelinie. Sobald die Ampel auf Grün wechselt, fährt man wieder los.