Slow Media und der Luxus von weniger Auswahl #

In einem Interview mit der Zeit Online spricht der Zeitschriften-Erfinder Tyler Brûlé über „Slow Media“ und seriöse Information.

Auf die Frage nach dem Einfluss von Facebook, gibt Brûlé zur Antwort:

Ich bleibe dabei. Wann haben denn die Leute wirklich zum letzten Mal ihre Facebook-Seite aktualisiert? Die meisten nutzen die Website doch nur noch, um vor einem Interview oder einem Vorstellungsgespräch nachzuschauen, wie ihr Gegenüber aussieht.

Die Antwort zur Vielschichtigkeit und zur enormen Auswahl von Medienkanälen, beantwortet er ganz im Sinne Barry Schwartz‘ („The Paradox of Choice„):

Ich glaube, Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten.

Es ist halt so! Österreichs Medienfaulheit.

In Österreich zu bloggen bedeutet, so etwas wie „Österreich“ ins Internet zu stellen; alles andere funktioniert nicht, so zumindest meine Statistiken. Wie oft schon habe ich Pro- und Kontra-Argumente fürs Bloggen in der Muttersprache gelesen, wie oft schon darüber, dass es auch im Heimatland Menschen gibt, die sich für die Themen interessieren, die einen selbst beschäftigen? Weiterlesen